COMPANY > ABOUT US          > Was ist ein Virtual Instrument?

Was ist ein Virtual Instrument?

Ein virtuelles Instrument, auch Software-Instrument genannt, ist eine Software-Anwendung, mit dessen Hilfe am Computer Sounds erzeugt oder abgespielt werden können. Dieses Programm läuft als Plug-in in einer sogenannten Sequencer-Software (z. B. Cubase von Steinberg, Logic oder GarageBand von Apple, etc.) oder als eigene Applikation („stand-alone“) auf dem Rechner. Mit Sequencern kann man ähnlich einer mehrspurigen Tonbandmaschine Musik auf dem Computer aufnehmen, programmieren, arrangieren und abspielen.

Es gibt zwei Arten von virtuellen Instrumenten. Die einen generieren wie ein Synthesizer selbst Sounds, indem sie Wellenformen erzeugen und modulieren. Die anderen basieren auf Samples, d. h. sie spielen Töne ab, die zuvor von Musikern gespielt, aufgenommen und als Sample-Library zusammengestellt worden sind. Im Falle einer Orchester-Sample-Library werden sowohl die Töne und Tonfolgen (Phrasen) einzelner Instrumente in verschiedenen Variationen wie Lautstärke, Spielweise, Tempo, Artikulation etc., aber auch von ganzen Instrumentengruppen aufgenommen, im Studio nachbearbeitet und für den Einsatz als Sample-Library oder im Virtual Instrument aufbereitet.

Im Vergleich zu virtuellen Instrumenten sind reine Sample-Libraries wie die PRO EDITION oder die HORIZON SERIES der Vienna Symphonic Library auf sogenannte Software-Sampler angewiesen (z. B. GigaStudio, Logic’s EXS24, Kontakt, HALion), in die der User selbst die Klangbibliotheken laden muß, um die gesampelten Instrumente spielen zu können. Der Vertrieb der Sample Libraries der Vienna Symphonic Library wurde im September 2007 eingestellt, sie wurden seit Anfang 2006 durch die einfacher handzuhabenden Software-Instrumente „Vienna Instruments“ ersetzt.

Vienna Instruments sind also Sample-basierende virtuelle Orchester-Instrumente, bei denen die Klangdaten und deren nach musikalischen Gesichtspunkten gesteuerte Verknüpfung mit der Abspielsoftware verbunden sind. Der User kann damit am Computer seine Komposition arrangieren und in einer Weise zum erklingen bringen, die in vielen Fällen nicht mehr von einer realen Orchesteraufnahme zu unterscheiden ist.