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TONERZEUGUNG  

In der Regel werden die Töne ab dem 2. Naturton verwendet, d.h. der 2. Naturton der 7. Position ergibt E als tiefsten Ton. In der Regel wird bis zum 8.–10. Naturton überblasen. Nur sehr gute Spieler können bis zum 12. Naturton überblasen.

Die 1. Position entspricht der kürzesten – also natürlichen – Rohrlänge (ca. 2,90 m), während die 7. Position ( ca. 4,10 m) die maximale Rohrlänge ergibt. Die Differenz von 1,20 m bedeutet, dass der Arm des Spielers den Zug ca. 60 cm bewegen muss. Daher ist die präzise Ausführung sehr schneller Passagen in weiten Positionen sehr schwierig.

Der Posaunist versucht jeweils jene Position zu wählen, welche den niedersten Naturton erfordert – Naturtöne jenseits des 8. Naturtons werden in den tieferen Positionen selten genutzt, da niedere Naturtöne von einer höheren Position aus leichter ansprechen. Das f1 kann beispielsweise sowohl von der Position 1 aus als 6. Naturton angeblasen werden, als auch von der 6. Position aus als 8. Naturton. Erstere Griffweise wird nach Möglichkeit vorgezogen.

Der Posaunist zieht den Zug vom höchsten bis zum tiefsten Ton der Posaune ca. 60 cm weit aus.

 

Die Naturtonreihe wird in der Regel vom 2. bis zum 10. Naturton genutzt. Der Posaunist wählt beim Erzeugen eines Tones meist die Position, die den niedrigsten Naturton erfordert.

Ein zweites Kriterium für die Wahl der Position ist die Ähnlichkeit der Klangqualität. Große Unterschiede im Grad des Überblasens bedeuten auch einen Klangunterschied.

Zwischen dem Pedalton der ersten Position (B1) und dem 2. Naturton der 7. Position besteht eine Lücke, die nur mit Hilfe eines Quart- oder Quintventils, wie es die Tenorbassposaune verwendet, gefüllt werden kann. In modernen Orchesterkompositionen werden alle 7 Pedaltöne vorgeschrieben, die bei den weiter gebohrten modernen Posaunen relativ leicht ansprechen. Pedaltöne wurden in den 1830er Jahren entdeckt und früher sehr selten vorgeschrieben, weil sie schwer ansprachen. Oft wurde deren Tonqualität als grob und substanzlos beschrieben. Das Dunkle und Matallische ihres Klangs hat aber auch Komponisten wie Berlioz (Requiem: Hostias), Messiaen (Les Couleurs de la Cité Celeste) und Alban Berg (Wozzeck, 2. Akt) bewogen, Pedaltöne vorzuschreiben.

Der Vienna Symphonic Library verzichtet auf die Pedaltöne der Pedalposaune, da die Bass- und Kontrabassposaune die entsprechenden Töne in hervorragender Qualität bieten.

Erst seit den 1930er Jahren werden auch die 7 Pedaltöne vorgeschrieben, die dunkel, metallisch und weniger substanzreich klingen.