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Die Vorgängerin der Piccoloflöte (ebenso wie die der Großen Flöte) ist in der militärischen Querpfeife des Mittelalters zu sehen. Als ab Mitte des 17. Jahrhunderts der Flötenbau intensive Impulse erfuhr, wurden die für die Große Flöte ersonnenen technischen Neuerungen schrittweise auch auf die kleine Schwester der Querflöte, das Piccolo traverso, übertragen. Im frühen 18. Jahrhundert begann man, das Piccolo mit 1–4 Klappen zu versehen, weitere folgten im Laufe des Jahrhunderts. In weiterer Folge machte das Piccolo die gleichen Veränderungen mit wie die Querflöte.
Bereits Mitte des 19. Jahrhunderts, nachdem der Münchner Flötist Theobald Böhm im Jahre 1832 einen revolutionären Klappenmechanismus für die Große Flöte erfunden hatte, wurde diese Mechanik auf das Piccolo angewandt. Jedoch hielten sich bis ins 20. Jahrhundert hinein auch noch Modelle mit älteren Klappensystemen.
Piccolos wurden in den Stimmungen C, Des und Es (Grundton c2, des2, es2, letztere Stimmung wurde besonders beim Militär verwendet) gebaut. Das Rohr war aus Holz, später auch aus Metall gefertigt und wurde leicht konisch gebohrt.
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