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Eine Lösung kam erst um 1830 in Sicht, als der Flötist der Münchner Hofkapelle, Theobald Böhm (1794–1881), ein umfassendes neues Konstruktionskonzept für die Flöte zu entwickeln begann. Angeregt durch die Umgestaltungsversuche einiger Zeitgenossen beschäftigte er sich intensiv mit dem Klappenmechanismus sowie mit Größe und Lage der Tonlöcher. In seine Arbeit flossen auch Ideen anderer Flötenbauer ein, insbesondere die vom Pfarrer Frederick Nolan 1808 patentierten Ringklappen sowie das Prinzip des kräftigeren Klanges durch größere Tonlöcher, mit dem sich schon Tromlitz beschäftigt hatte.
1832 konstruierte Böhm, basierend auf eigenen mathematischen Berechnungen und Experimenten, eine Querflöte, deren Tonlöcher erstmals nach akustischen, nicht mehr nur nach grifftechnischen, Kriterien angebracht waren. Zudem schuf er einen völlig neuartigen Klappenmechanismus, indem er die Klappen durch bewegliche Achsen koppelte. Das Böhm’sche Klappensystem brachte eine neue Griffweise mit sich, die sich jedoch unkomplizierter gestaltete als die herkömmliche.
1847 stellte Böhm eine verbesserte Flöte mit zylindrischem Rohr und parabolisch-konischem Kopfstück vor – eine Revolution im damaligen Instrumentenbau.
Zusätzlich hatte die neue Flöte eine verbesserte Klappenmechanik, die die von Louis-Auguste Buffet 1839 patentierten Nadelfedern mit einbezog. Die Klappendeckel versah Böhm mit Filzpolstern, damit keine Luft entweichen konnte. Das Mundloch, das vorher oval oder rund war, gestaltete er nun als langes Rechteck mit abgerundeten Ecken. Als Material wählte er deutsches Silber, dem er die besten Klangeigenschaften zuschrieb.
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