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Die Flöte hatte für die Menschen der Frühkulturen magische Bedeutung und war aufs Engste mit der jenseitigen, spirituellen Welt und ihren Göttern verbunden: Vielfach wird das Instrument von Göttern gespielt oder symbolisiert die Stimme eines Gottes: Im alten Ägypten hörten die Menschen in den langen Flötentönen die Stimme Isis’, der Göttermutter. Götter waren es auch, die den Menschen die Flöte zum Geschenk machten: Der indische Gott Krishna – in der Gestalt eines Hirtenknaben – brachte den Menschen die Querflöte.
Der wohl bekannteste Mythos, der sich um die Flöte rankt, stammt aus der griechischen Mythologie: die Geschichte des Pan, der unter tragischen Umständen die nach ihm benannte Panflöte erfindet.
Die liebliche Nymphe Syrinx wird auf der Flucht vor dem bocksfüßigen Pan, dem Gott der Hirten und Herden, von wohlgesonnenen Göttern gerettet, die sie in Schilf verwandeln. Pan, der sich in Sehnsucht nach Syrinx verzehrt, bindet einige Schilfrohre zusammen und bläst wie ein Windhauch durch die Halme, um in deren Gesang Syrinx’ süße Stimme zu vernehmen. Später schenkt er die selbstgebaute Flöte den Hirten, und so kam sie unter die Menschen.
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