 Oboe Englisch, italienisch: oboe Französisch: hautbois
Die Oboe ist ein Holzblasinstrument in Sopranlage.
Das schlanke konische Rohr der Oboe geht am Anblasende (Kopfstück) in ein Metallröhrchen über, an dem zwei Rohrblätter aufgebunden sind. Diese liegen eng aneinander, so dass gerade noch ein Blatt Papier dazwischenpasst und reagieren auf feinste Veränderungen von Lippendruck und Luftstrom. Aufgrund dieses Mundstückes zählt die Oboe zu den Doppelrohrblattinstrumenten.
Das Oboenrohr – der Korpus – besteht aus drei ineinandergeschobenen Teilen: Oberstück, Unterstück und Schallstück. Die Verbindungsstücke zwischen den einzelnen Teilen heißen Zapfen.
Ober- und Unterstück beherbergen den Großteil der Mechanik: 6 der Tonlöcher werden direkt mit den Fingern verschlossen, die restlichen 16 mit Klappen. Der Klappenmechanismus der Oboe ist äußerst kompliziert (komplizierter als bei der Flöte). Die heute vorherrschende Klappenmechanik ist das französische Conservatoire-System – von Fréderic Triébert 1875 in Paris entwickelt.
Die Conservatoire-Oboe – besser bekannt als Französische Oboe – wurde im 20. Jahrhundert international zum Standard. Die ausschließlich in Wien gespielte Wiener Oboe, die ihr Klang- und Erscheinungsbild seit der Wiener Klassik bewahrt hatte, entwickelte sich unabhängig von der Französischen Oboe.
Das Schallstück ist bei der Französischen Oboe leicht ausladend, bei der Wiener Oboe glockenförmig.
In modernen Orchestern werden meist 3 OboistInnen besetzt (2 Oboen, 1 Englisch Horn). Im Orchester kommt der Oboe eine besondere Aufgabe zu: Sie gibt seit dem 19. Jahrhundert den Stimmton an.
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