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In der Werkstatt Adam und Wilhelm Heckel entstand ein 1877 patentiertes Modell mit einem chromatischen Umfang von C1–g. Dieses Kontrafagott zeichnete sich durch eine leichte Ansprache und große Beweglichkeit aus und setzte sich gegen andere Kontrabassinstrumente der Zeit durch. Richard Wagner setzte es, überzeugt von seiner Klangqualität, in „Parsifal“ (1882) ein.
Anfang des 20. Jahrhunderts erfuhr das Kontrafagott durch Wilhelm Heckel weitere Verbesserungen: Mit der Erweiterung des Tonumfanges, in der Tiefe bis zum B2 (mit entsprechend längerem Schallstück bis A2), in der Höhe bis zum c1, schuf er 1901 den Prototyp des modernen Kontrafagottes, das sich durch einen vollen und weichen Klang und große technische Gewandtheit auszeichnet. Bis heute gehört die Firma Heckel zu den führenden Herstellern von Fagottinstrumenten.
In Frankreich baute die Firma Buffet-Crampon 1906 ein französisches Modell, das sich im Wesentlichen durch die Klappenmechanik unterscheidet.
Aufgrund seiner verbesserten technischen Fähigkeiten wurde das Kontrafagott, das in der Vergangenheit bassverstärkend eingesetzt wurde, nun auch in solistisch gefordert. Zusätzlich wird es seit dem 20. Jahrhundert aufgrund seiner Klangfarben vermehrt geschätzt und kammermusikalisch verwendet. .
Das Kontrafagott führt heute im Orchester auch die Stimmen aus, die für das Kontrabass-Sarrusophon geschrieben wurden, ein weit verbreitetes Instrument, das von Komponisten aus dem französischen und spanischen Raum (Camille Saint- Saëns, Claude Debussy, Maurice Ravel) eingesetzt wurde. Seit den 30er Jahren des 19. Jahrhunderts wird das Kontrabass-Sarrusophon nicht mehr hergestellt, ist aber in der Harmoniemusik in Frankreich, Spanien und Italien noch anzutreffen.
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