Episode 7 – Visuelles Tuning

Subkontranoten

Die tiefsten Töne der „Kontra“-Instrumente (Kontrabass-Tuba, -Posaune, -Fagott, -Klarinette etc.) stellen nicht nur eine große Herausforderung für die Musiker, sondern auch für das Editoren-Team dar. So unterliegen die technischen Hilfsmittel bei der Beurteilung der Stimmung, insbesondere bei sehr kurzen Notenwerten in der Kontra- und Subkontra-Oktave, denselben Limitierungen wie das menschliche Gehör. Wo das Gehör bzw. die Technik an die Grenzen stößt, müssen andere Sinnesorgane diese Aufgabe übernehmen – in diesem Fall das Auge. Die Erkenntnis, dass sich die Amplituden von Sinustönen bestimmter Frequenzen als optische Referenz benutzen lassen, um die grafische Darstellung von Wellenformen quasi wie mit einem Lineal zu vermessen und zu vergleichen, war letztendlich die Lösung für sauber gestimmte Samples in den unhörbaren Abgründen jenseits des „Kontra C“.