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  • Ballade für Bassklarinette
  • The Doubt
  • Gloucester
  • Solo for Bass clarinet

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Bassklarinette - Bauweise

Korpus

Die Bassklarinette in B ist doppelt so groß wie die Klarinette in B (sie klingt daher eine Oktave tiefer).
Wie die Klarinette besteht sie aus 5 Teilen:

  • Das schnabelförmige Mundstück mit einfachem Rohrblatt ist größer, das Rohrblatt breiter als das der Klarinette in B;
  • Ein S-förmig gebogenes Metallrohr (S-Rohr) verbindet Mundstück und Oberstück – eine birnenförmige Erweiterung (Birne) wie bei der Klarinette ist nicht vorhanden;
  • Oberstück (Linke-Hand-Stück) und Unterstück (Rechte Hand-Stück) beherbergen die Klappenmechanik;
  • Das trichterförmige Schallstück ist vom Rohr abgewinkelt und um nahezu 180 Grad nach oben gebogen.

Meist ist unten am Schallstück ein Stachel angebracht, mit dem das Instrument beim Spielen am Boden aufgestützt wird. Bei stehender Spielweise wird es mit einem Riemen gehalten.

Mechanik

Im Unterschied zu den höheren Klarinetten (Klarinette in B, Piccoloklarinette), bei denen ein Teil der Tonlöcher mit den Fingern verschlossen wird (Grifflöcher), werden bei der Bassklarinette alle Tonlöcher mittels Klappen verschlossen. Dies ist einerseits auf ihre enorme Rohrlänge zurückzuführen – die Tonlöcher liegen für ein Abdecken mit den Fingern zu weit auseinander, zudem können viele mit den Fingern überhaupt nicht erreicht werden. Andererseits sind die Tonlöcher zu groß, um mit den Fingerkuppen abgedeckt werden zu können. Der Korpus bietet jedoch genug Platz, die zusätzliche Mechanik zu integrieren.

Die Bassklarinette verfügt über zwei Überblasklappen (d2 und e2 – die Klarinette hat eine Überblasklappe und nutzt zusätzlich die b-Klappe zum Überblasen). Die zweite Überblasklappe funktioniert je nach Modell entweder vollautomatisch (durch Koppelung an die erste Oktavklappe und weitere Klappen) oder mechanisch. Da die Vollautomatik eine kompliziertere Klappenmechanik erfordert und störanfällig ist, bevorzugen viele Klarinettisten die mechanische Variante, bei der die zwei Oktavklappen mit zwei getrennten Hebeln geöffnet werden können.