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Große Trommel
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Große Trommel - Klangverbindungen

Die Große Trommel erfüllt im Orchester sowohl im Tutti als auch in solistischer Funktion wichtige klangliche und rhythmische Aufgaben. Das Rhythmusschlagen auf betonten Taktteil, das ihre Aufgabe in der Militärmusik, im Rock-Pop sowie im Jazz ist, gehört auch zu ihren Aufgaben in traditioneller Orchestermusik. In neuerer Musik werden ihr von den KomponistInnen auch andere Aufgaben zugewiesen.

Da die Große Trommel eine gewaltige Klangkraft besitzt, muss bei der Kombination mit anderen Instrumenten die Dynamik entsprechend abgestimmt werden. Eine Klangverschmelzung ergibt sich dann insbesondere mit Bassinstrumenten, die weich und füllig klingen. Durch die starke Resonanzfähigkeit der Großen Trommel entsteht oft der Eindruck, dass sie in derselben Tonhöhe klingt wie die Bassinstrumente (daher wird sie gelegentlich mit einem Tuch bedeckt oder der Spieler legt die Hand auf das Fell, wenn tacet vorgeschrieben ist, damit sie nicht in Schwingung versetzt wird).

Große Trommel + Schlaginstrumente

Große Trommel + andere Trommeln
Innerhalb des Trommelensembles fungiert die Große Trommel mit ihrem tiefen, dunklen Klang als Bass, das mit seinen Einzelschlägen ein rhythmisches und klangliches Fundament darstellt. Die Kleine Trommel wirkt aufhellend und führt meist rhythmische Figuren aus, während die dunkel und düster klingende Rührtrommel Wirbel ausführt. Oft wird der Klang des Trommelensembles noch durch die Pauke verstärkt.
Die Funktion der Großen Trommel beschränkt sich im Orchester durchaus nicht auf das Betonen von Taktteilen, sie kann neben Wirbeln auch komplexe rhythmische Figuren ausführen.

Große Trommel + Pauke
Gelegentlich wird die Große Trommel entweder anstelle oder zur Unterstützung der tiefsten Töne der D-Pauke eingesetzt, da die Pauke in dieser Lage durch das schwach gespannte Fell matt klingt, die Trommel hingegen vital und voller Spannung. Die Paukentöne werden in diesem Fall oft eine Oktave höher ausgeführt.

Große Trommel + Becken
Die Verbindung mit dem Becken zum Vorgeben des Rhythmus in der Marschmusik ist die älteste Verwendungsart der Großen Trommel seit der Janitscharenmusik. Diese Kombination stellt noch heute das Fundament der westlichen Blasmusik dar. Das Becken wird dabei oft auf den Trommelkorpus montiert.

Im Orchester erfolgt diese Spielpraxis meist nur in Märschen oder Walzern oder zur Schaffung einer militärischen Atmosphäre. Die Verbindung von Großer Trommel und Becken ergibt bei entsprechender Dynamik und Spieltechnik durchaus nuancenreiche und subtile Klangwirkungen (z.B. durch Anschlagen nur des Beckenrandes oder Anschlagen des Beckens mit einem Schlägel etc.). Einzelschläge der Trommel können in Kombination mit einem Beckenschlag majestätisch und feierlich klingen (dies gilt auch für Gong und Tamtam). Zu den massivsten Klangwirkungen im Orchester gehört die Verbindung Trommelwirbel (besonders als Crescendo) und Beckenschlag im fff.

Große Trommel + Blechblasinstrumente, Holzblasinstrumente

Große Trommel + Tuba
Besonders effektvoll ist die Kombination mit dem warmen und dicken Tubaklang. Einzelne Trommelschläge und Wirbel verschmelzen mit den Einzeltönen und Tremoli der Tuba zu einem Gesamtklang.

Relativ gute Resonananzeigenschaften zeigt die Große Trommel auch zusammen mit Fagott und Kontrafagott.

Große Trommel + Streichinstrumente

Große Trommel + Kontrabass
Unter den Streichern eignet sich der Kontrabass ideal für eine Kombination. In entsprechend geringer Dynamik eingesetzt, intensivieren Einzelschläge der Großen Trommel den Klang von Einzelnoten und Pizzicati der Kontrabässe. Ebenso werden Tremoli durch einen Trommelwirbel verstärkt.