Open External Player

Große Trommel
ist enthalten in den Produkten:


Große Trommel - Tonerzeugung

Anschlag

Im Orchester wird die Große Trommel in der Regel mit einem weichen großen Schlägel angeschlagen, der schwer genug ist, um den großen Resonanzkörper des Instruments in Schwingung zu versetzen. Der Anschlag erfolgt mit der rechten Hand (Linkshänder: linke Hand). Der Schlagfleck für füllig klingende Einzelschläge liegt ca. eine Hand breit von der Fellmitte entfernt. Da jedes Instrument anders klingt, muss der exakte Schlagfleck vorher ausprobiert werden.

Die Trommel wird heute meist so geneigt, dass ihre Felle sich in schräg-senkrechter Position befinden. Der Spieler schlägt das Fell von der Seite her an. In manchen Orchestern wird das Fell auch in fast waagrechter Position angeschlagen. Eine völlig waagrechte Lage bewirkt einen schlechten Klang, da die Schwingungen am Boden reflektiert werden.
Für das Ausführen von Wirbeln verwendet der Spieler zwei Schlägel, die etwas kleiner und leichter als die Schlägel für die Einzelschläge sind.
Das Schlagfell wird mit den Fingern, der Handfläche oder dem gesamten Arm der rechten Hand abgedämpft, das Resonanzfell mit der linken Hand.

Die im 19. Jahrhundert verbreitete Gepflogenheit, ein Becken auf die Zarge der Großen Trommel zu montieren, wird heute nicht mehr praktiziert. Da einige Komponisten dies in ihren Partituren vorgeschrieben haben, wird es zur Realisierung besagter Stellen dennoch verwendet. Daraus resultiert eine erhöhte Koordination zwischen Becken und Trommel, wobei jedoch der Klang vor allem des Beckens leidet. Zudem fällt ein Abdämpfen des Resonanzfelles äußerst schwer.

Stimmen der Trommel

Im Gegensatz zur Pauke, wo eine bestimmte Tonhöhe angestrebt wird, wird bei der Konstruktion und dem Stimmen der Trommel großer Wert darauf gelegt, eine bestimmte Tonhöhe zu vermeiden.

Schlägt man ein Trommelfell am Rand an, so hört man den Eigenton des Fells. Die Große Trommel im Orchester wird auf einen Ton zwischen C und G gestimmt, und zwar wie es dem Resonanzraum (also der Größe) der Trommel am besten entspricht. Das Resonanzfell wird etwa einen Halbton tiefer eingestimmt, um jeden Tonhöheneindruck zu verwischen und dem Trommelklang das nötige Volumen zu geben. Das Anschlagen mit einem großen weichen Schlägel unterstützt das Verwischen der Tonhöhe.

Spielhaltung außerhalb des Orchesters

Während die Große Trommel im Orchesterbetrieb in einem Gestell aufgehängt ist, wird sie in der Unterhaltungsmusik – mit Füßen versehen – auf den Boden gestellt, sodass die Felle senkrecht liegen. Der Drummer schlägt die Trommel mittels eines Fußpedals an. Die Klangerzeugung mittels Fußmaschine erlaubt keine differenzierte Tongebung, die Schläge kommen gleichförmig und wirken eher dumpf und trocken. Oft werden noch zusätzlich Tücher zum Dämpfen verwendet. An einem Rohr, das in die Trommelzarge eingelassen ist, werden weitere Instrumente, wie Becken, Kuhglocken, Tomtoms oder kleine Effektinstrumente, montiert. Die Kombination dieser Instrumente ist unter dem Namen Drum Set bekannt.

In Militärkapellen wird die Große Trommel vor dem Bauch getragen und auf beiden Fellen angeschlagen. Diese Trommeln haben oft gleich dicke Schlag- und Resonanzfelle aus Kunststoff.