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Basstrompete
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Basstrompete - Geschichte

Basstrompete

„Monster“-Trompete (Basstrompete in B), H.N. White, Cleveland, Ohio, ca. 1927. Ausnahmemodell, das sich von regulären Basstrompten unterscheidet; versilbert (Musikinstrumentenmuseum Schloss Kremsegg, Austria, Sammlung Streitwieser)

Eine Trompete in (tief) B tauchte erstmals 1828 in der Preisliste des deutschen Instrumentenbauers Heinrich Stölzel auf. Das Instrument wurde als Tenortrompete in B bezeichnet, was auch seiner tatsächlichen Lage entsprach. Richard Wagner (1813–1883) griff für seinen „Ring der Nibelungen“ auf diese tiefe Trompete zurück – sie sollte den Heldenmut und die Dominanz seiner Helden charakterisieren („Schwertmotiv“). Er bezeichnete die tiefen Trompeten, die er in (tief) B, (tief) C, D und Es vorschrieb, als Basstrompete.

Eine Trompete in echter Basslage wurde in den 1820er Jahren ebenfalls von Heinrich Stölzel (1777–1844) in den Stimmungen F1 und Es1 gebaut und fand Verbreitung in der Militärmusik. Heute wird die "echte" Basstrompete (in F1) von der Firma Thein in Bremen hergestellt.

Die Basstrompete (in B1 oder C) ist in einigen dt. Musikkapellen noch in Verwendung.

Im Symphonieorchester wurde und wird die von Wagner initiierte Basstrompete (in B1 oder C) verwendet, wenn auch eher selten. Hauptsächlich wurde sie im spätromantischen Orchester eingesetzt, und zwar von Wagner, Strauss, Strawinsky und Janacek. Im 20. Jahrhundert wurde die Basstrompete vom Wiener Komponisten Friedrich Cerha wiederentdeckt.