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  • Bassoon sonata - 1st mvt.
  • Fagottsonate - 3. Satz
  • "Rite of Spring" 1a Introduction
  • September Melody
  • Magic Box
  • Winter Soliloquy

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Fagott - Klangverbindungen

Der Klang des Fagottes besticht durch zwei Fähigkeiten:

Einerseits wird – wie beim Horn – mit den meisten Orchesterinstrumenten ein hoher Grad an Klangverschmelzung erreicht. Diese Verschmelzungsfähigkeit erlaubt es dem Fagott, sich als unaufdringlicher Bass in den Orchesterklang einzufügen.

Andererseits zeichnet sich sein Klang durch klare Konturen aus, womit das Fagott auch für thematische und solistische Aufgaben geeignet ist.

Fagott und Holzblasinstrumente

Fagott + Fagott, Kontrafagott
Ergeben einen homogenen, vollen und sonoren Gesamtklang. Im Orchester der Klassischen Epoche hatte sich die Besetzung von 2 Fagotten etabliert, die reine Bassaufgaben erfüllten. Auch in späteren Stilen behielt das Fagott – neben zunehmend melodischen Aufgaben – diese Funktion. Seit der Romantik wird zusätzlich ein Kontrafagott als Verstärkung in der Unteroktave eingesetzt, um der Klangstärke des gewachsenen Orchesterapparates gerecht zu werden.

Fagott + Flöte
Ergeben eine interessante Klangverbindung. Die Flöte wird oft eine oder zwei Oktaven über dem Fagott geführt, aber auch ein Unisono im tiefen Flötenregister ist möglich.

Fagott + Oboe
Im Holzbläsersatz wird die Oboe oft eine Oktave über dem Fagott geführt. Dies ergibt einen kräftigen Klang, führt aber trotz ihrer Verwandtschaft aufgrund des Doppelrohrblattes zu keiner Klangverschmelzung. Der Fagottklang wird vom schärferen und nasalen Oboenklang dominiert. Die Verbindung mit den tiefen Oboen – dem Englisch Horn und Heckelphon – klingt dagegen sehr homogen.

Fagott + Klarinette
Wird das Fagott unisono mit den hohen Holzbläsern in ihren tiefen Registern kombiniert, so dominieren immer letztere. Mit der Klarinette in der Oberoktave ergibt sich ein weicher, gehaltvoller Klang. Der weiche Klang der Bassklarinette verstärkt das Fagott bei Bassaufgaben im Unisono, in Akkorden oder in der Unteroktave.

Fagott und Blechblasinstrumente

Fagott + Horn
Fagott und Horn, die beide im Solo schon sehr weich und voll klingen, ergeben im Unisono eine beeindruckende Klangfülle, die im Tutti gut zur Geltung kommt.
Auch in Akkorden verschmelzen beide Klänge zu einem homogenen Gesamtklang.

Fagott + Posaune, Tuba
Das Fagott macht den metallischen Klang der Posaunen weicher, wird aber von den Posaunen dominiert. Der Zusammenklang mit Posaunen in der Oberoktave und Tuba im Unisono – oder in der Unteroktave – ergibt eine massive Bassstimme, die besonders für tragfähige Basslinien bei groß besetzten Stellen verwendet wird.

Fagott und Streichinstrumente

Mit den Streichern ergeben sich äußerst geschmeidige und voluminöse Klangverbindungen, wobei je nach Dynamik entweder das Fagott (bzw. andere Holzblasinstrumente) oder die Streicher dominieren können. Eine sehr gute Wirkung hat das Fagott-Staccato mit dem Pizzicato der Streicher.

Fagott + Violoncello
Verschmelzung zu einem kraftvollen, weichen und sonoren Gesamtklang im Unisono. Verstärkt vom Kontrabass in der Unteroktave die Standard-Verbindung für Bassaufgaben.

Fagott + Kontrabass
Klangfüllende Wirkung in Bassfunktion – unisono oder mit dem Fagott in der Oberoktave. Staccato gespielte Töne verstärken das Kontrabass-Pizzicato, Legato-Töne verlängern quasi die Resonanz des Pizzicato.