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Trompete in C - Kurzportrait

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Trompete
Englisch: trumpet
Französisch: trompette
Italienisch: tromba

Die Trompete in C besteht aus dem Trompetenrohr samt Schallstück, dem Mundrohr mit aufgesetztem Mundstück, 3 Ventilen und dem Stimmzug, mit dem die Gesamtstimmung des Instrumentes korrigiert werden kann. Der Stimmzug ist mit einer Wasserklappe versehen. Oft haben alle 3 Ventile ausziehbare Ventilzüge zur Intonationskorrektur einzelner Töne, die durch einen Trigger bedient werden.

Manche Trompetenmodelle lassen sich mittels verlängertem Stimmzug oder Zwischenstück von C auf B umstimmen.

Die abgebildete Trompete in C ist ein deutsches Modell mit Drehventilen (Zylindermaschine), das nach Wiener Art gebaut wurde:

  • Das Trompetenrohr ist etwas dünnwandiger
  • 1 ausziehbarer Ventilzug zur Stimmungskorrektur (für cis1 und d1)
  • Zusätzlich zwei Klappen, die die Erzeugung der Töne a2 und c3 erleichtern.

Die deutsche Konzerttrompete wird hauptsächlich in deutschen, österreichischen und osteuropäischen Orchestern verwendet. Weltweit gesehen wird viel häufiger das französische Modell mit Perinetsystem (Pumpventile) und engerer Mensur verwendet, in Frankreich und Amerika sogar fast ausschließlich. Auch im Jazz hat sich das französische Modell erfolgreich durchgesetzt.

Stimmzug

Auch: Hauptstimmzug. Ausziehbarer, meist U-förmiger Rohrteil zur Stimmungskorrektur bei Blechblasinstrumenten, der erstmals 1781 beim Waldhorn eingesetzt wurde. In verbesserter Form heute auch bei Ventilinstrumenten.

Durch das Ausziehen des Stimmzuges kann die Stimmung bei Trompeten bis zu einem Halbton vertieft werden (beim Périnet-Ventilsystem liegt der Hauptstimmzug vor den Ventilen, beim Zylindersystem dahinter). Bei der Posaune wird die Grundtonhöhe durch das vollständige Ausziehen des Stimmzuges um eine verminderte Quint (von B nach E) erniedrigt.

Ventil

Mechanische Vorrichtung zur Rohrverlängerung von Blechblasinstrumenten, die seit 1814 beim Horn, seit 1820 bei der Trompete angewandt wird. Durch das Betätigen eines Ventils wird der Luftstrom in einen zusätzlichen Rohrteil umgeleitet. Meist besitzen Ventil-Blechblasinstrumente (Horn, Trompete, Kornett, Tuba, Cimbasso) drei Ventile, mittels derer das Instrumentenrohr verlängert und die Grundstimmung des Instrumentes schrittweise gesenkt werden kann (1, ½, 1 ½ Töne). Mit Hilfe der Ventile werden so die Lücken in der Naturtonskala ausgefüllt, das Blechblasinstrument wird voll chromatisch spielbar. Tiefer gestimmte Instrumente – bei denen der Grundton (1. Naturton) anspricht und verwendet wird – besitzen noch ein viertes Ventil (Senkung des Grundtones um 2 ½ Töne), um die Lücke zwischen dem 1. und 2. Naturton auszugleichen.

Drehventil

Auch: Zylinderventil. 1835 von Joseph Riedl in Wien entwickeltes Ventil, das heute neben dem Périnet- bzw. Pumpventil bei Blechblasinstrumenten weltweit am häufigsten verwendet wird.

Zylindermaschine

Auch: Zylindersystem.
Die Gesamtordnung der Ventile bei Blechblasinstrumenten wird als Maschine bezeichnet.

Instrumente mit Zylindermaschine besitzen Drehventile (Zylinderventile), die 1832 von J. Riedl in Wien entwickelt wurden. Da das Zylindersystem vorwiegend im deutschsprachigen Raum verwendet wird, wird es oft auch als deutsches System bezeichnet.

Das Zylindersystem ist neben dem Périnet-System das am häufigsten verwendete Ventilsystem. Das Périnet-System wird v. a. in Frankreich, England, den USA, Belgien und den Niederlanden vorgezogen.

Périnet-System

Ventilsystem bei Blechblasinstrumenten, das auf den 1838 von Francois Périnet 1838 in Paris patentierten Périnetventilen basiert. Neben der Zylindermaschine das weltweit am häufigsten verwendete Ventilsystem. Während die Zylindermaschine in den deutschsprachigen Ländern vorgezogen wird, kommt das Périnet-System v.a. in Frankreich, England, den USA, Belgien und den Niederlanden zum Einsatz. Auch im Jazz werden Périnet-Ventile vorgezogen.

Périnet-Ventil

Auch: Pumpventil. 1838 von Francois Périnet in Paris patentiertes Ventil, das eine Weiterentwicklung des 1814 von Heinrich Stölzel in Berlin vorgestellten Schubventils darstellt. Neben dem Drehventil bei Blechblasinstrumenten weltweit am häufigsten eingesetzt.

Klassifikation
Aerophon, Blechblasinstrument

Material
Messing (Hauptrohr), Goldmessing (Schallstück)

Mundstück
Kesselmundstück

Rohr
Länge 1,14–1,30 m, Verlauf überwiegend zylindrisch, Bügelform

Mensur
Eng, Innendurchmesser 11,7–11,9 mm

Ventile
3 Ventile (Senkung um 1, ½ und 1 ½ Töne)
Zylindermaschine

Schallstück
Randdurchmesser: 12 cm