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Klarinette in B - Klangcharakteristik

Füllig, weich, warm, sanft, melodisch, sanglich, rund, glänzend, leuchtend, brilliant, hell], heiser, durchdringend, dunkel, bedrohlich, dramatisch, explosiv, scharf, expressiv, schrill, nasal, schmeichelnd, blass, belebt.

Die Fähigkeit zum geschmeidigen und ausdrucksstarken Legatospiel prädestiniert die Klarinette zur Ausführung von gefühlvollen Kantilenen.

Zwischen den Klarinetten verschiedener Stimmung ergeben sich im direkten Vergleich feine Klangunterschiede:

  • B-Klarinette: leuchtend, glanzvoll, füllig, durchsichtig.
  • A-Klarinette: im Vergleich zur B-Klarinette zurückhaltender und sanfter.
  • C-Klarinette: Heller, kälter und härter, „frecher“ als die anderen beiden Klarinetten. Im Orchester wurde sie eingesetzt, um ländliche Stimmungen zu beschwören.

Die Register der B-Klarinette (klingend notiert)

Tiefes Register (Chalumeau-Register): d – e1

Dunkler, voller, weicher und warmer Klang, v.a. im Piano. Kann auch düstere Klangeffekte erzeugen. V.a. die tiefsten Töne klingen dunkler als das Fagott in derselben Tonhöhe. Im Tutti kann sich dieses Register wenig durchsetzen, , umso mehr wird es wegen seiner füllenden Wirkung eingesetzt.

Mittleres Register (Kehlkopfregister): f1 – as1

Die Töne dieses Registers klingen im direkten Vergleich mit den folgenden Anfangstönen des hohen Registers etwas schwächer und stumpfer.

Das Mittelregister umfasst die höchsten Töne der Grundskala der Klarinette. Diese ist wesentlich länger ist als die Grundskala der anderen Holzblasinstrumente, da die Klarinette nicht in die Oktave, sondern in die Duodezim (also Oktave + Quinte) überbläst. Aus diesem Grund klingen besonders die mit Hilfe der Klappen erzeugten höchsten Töne des mittleren Registers nicht so voll und obertonreich.

Hohes Register (Klarinettenregister): a1 – f3

Hier entfaltet sich der Hauptklangbereich der Klarinette.

Die Töne des hohen Registers wirken leuchtend, glänzend, hell und konzis.

Aufgrund ihres sanglichen Charakters sind sie immer wieder mit der menschlichen Sopranstimme verglichen worden. Sie transportieren emotionale Inhalte von zarten Gefühlsregungen bis zu leidenschaftlichen Ausbrüchen, von verführerischer Sinnlichkeit über verzweifelte Sehnsucht bis zu katzenhafter Schlauheit und dämonischer Bosheit.

Ihr großer Ausdrucksgehalt, der menschlichen Stimme ähnlich, macht die Klarinette in der Oper zum Partner der Singstimmen: entweder als Unisono-Begleitung oder, indem sie gesungene Themen wiederholt oder vorwegnimmt.

Höchstes Register: ges3 – b3

Diese hohen Töne werden selten verlangt. Besonders ab dem a3 klingen sie scharf und spitz und haben nicht mehr den typischen geschmeidigen Klarinettenklang.