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  • Entrap (Contrabass tuba)
  • Solo for Contrabass tuba

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Kontrabasstuba - Kurzportrait

Kontrabasstuba in B
Englisch: contrabass tuba in Bb
Französisch: tuba contrebasse in si bémol
Italienisch: tuba contrabassa in Si bemolle

Die Kontrabasstuba wird heute in zwei Stimmungen gebaut: in C und in B. Ihr Haupteinsatzgebiet befindet sich im Opernorchester und in Blas- und Militärmusikkapellen. Im Symphonieorchester wird sie eher selten vorgeschrieben.

Kontrabasstubas werden im Wesentlichen in 2 verschiedenen Formen gebaut: in Tubaform und in runder Form. Runde Tubas werden auch Helikon genannt.

Das Sousaphon wurde vom amerikanischen Komponisten Jean Philipp Sousa nach dem Vorbild des Helikons entwickelt und 1908 zum ersten Mal gebaut. Dieses Instrument wurde für Marschzwecke über die Schulter gehängt und war wegen seiner enormen Klangentwicklung vor allem für Freiluftmusik geeignet. Die Rohrlängen gingen von 3,6 m bis 17 m. Die langen Rohre und das überdimensionierte Schallstück dienten v.a. Showzwecken.

Ebenso gibt es eine Vielfalt an Größen, Mensuren und Ventilsystemen.

Das Schallstück führt entweder links oder rechts am Kopf des Tubisten vorbei, dies hängt unter anderem von der Art der Ventile ab: Perinètventile oder Drehventile sind in gleicher Weise üblich.

Kontrabasstubas in B mit besonders weiter Mensur werden in Österreich und Deutschland auch „Kaiserbässe“ genannt.

Périnet-Ventil

Auch: Pumpventil. 1838 von Francois Périnet in Paris patentiertes Ventil, das eine Weiterentwicklung des 1814 von Heinrich Stölzel in Berlin vorgestellten Schubventils darstellt. Neben dem Drehventil bei Blechblasinstrumenten weltweit am häufigsten eingesetzt.

Drehventil

Auch: Zylinderventil. 1835 von Joseph Riedl in Wien entwickeltes Ventil, das heute neben dem Périnet- bzw. Pumpventil bei Blechblasinstrumenten weltweit am häufigsten verwendet wird.

Klassifikation
Aerophon, Polsterzungeninstrument, Blechblasinstrument. Gehört zur Familie der Ventil-Bügelhörner

Material
Messing, Goldmessing, Neusilber, Goldlack.

Mundstück
Großes Bechermundstück

Rohr
Länge 540 cm, Bohrungsverlauf kontinuierlich konisch

Mensur
Sehr weit, Innendurchmesser 19–21 mm

Ventile
5 Ventile (Senkung um 1, ½, 1½ Töne, Quart, Quint). Bei 6-ventiligen Instrumenten: 5. Ventil großer Ganzton; 6.Ventil großer Halbton.

Stürze
Randdurchmesser 38–48 cm