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Kontrabasstuba - Geschichte

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Tuba in B, Cerveny & Söhne, Königgrätz, Tschechien, ca. 1910 (Musikinstrumentenmuseum Schloss Kremsegg, Austria, Sammlung Streitwieser)

Basshelikon

Basshelikon

Die zahlreichen Versuche, ein Bassinstrument zu bauen, das sowohl zu einem tragfähigen Ton als auch zu einer befriedigenden Intonation fähig war, mündeten in der Erfindung der modernen Tuba. Im Jahre 1835 erwarben der Posaunist Wilhelm Wieprecht (1802–1872) und Johann Moritz in Berlin das Preußische Patent für die Basstuba. Dieses Instrument aus Messing war in F gestimmt und mit 5 Pumpventilen („Berliner Pumpen“) ausgestattet.

Die Ventile 1 und 2 erniedrigten den Grundton um einen Ganz- bzw. Halbton bezogen auf die Grundstimmung F, Ventil 3 erniedrigte die Grundstimmung um eine Quart, nämlich von F nach C. Ventil 4 und 5 um einen Ganz- bzw. Halbton von C aus (großer Halb- bzw. Ganzton), Die relativ enge Bohrung ließ die tiefen Töne nicht stark klingen.

Um ein größeres Volumen im tiefen Bereich zu erreichen, ließen sich mehrere Instrumentenbauer von Wieprechts Erfindung inspirieren und bauten in der Folge größere und weiter mensurierte Instrumente. Der Instrumentenbauer Vaclav Frantisek Czerveny (1819–1896) baute im Jahre 1845 in Königgrätz eine Kontrabasstuba in C und F, die er Contrabaß und Subcontrabaß nannte.

Sie sollte ihrer Bestimmung nach hauptsächlich im Blasorchester Verbreitung finden. Richard Wagner (1813–1883) war der erste, der die Kontrabasstuba in seinem „Ring des Nibelungen“ ins Opernorchester einführte. Anton Bruckner (1824–1896) schrieb sie in seiner 7., 8. und 9. Symphonie vor, Richard Strauss (1864–1949) in seiner „Elektra“.

Im Jahre 1883 entwickelte Czerveny ein besonders weit mensuriertes Instrument (ca. 21 mm), den berühmt gewordenen „Kaiserbass“. Die Stimmungen variierten zwischen F, Es, C und B, die Formen waren entweder elliptisch, in Helikonform oder in Tubaform, der Klang weich und voll.

Zur selben Zeit waren in Italien von Pelliti in Mailand gebaute Kontrabasstubas unter dem Namen Pelliton bekannt.

In den USA baute der Instrumentenbauer Conn im Jahre 1908 das vom Komponisten Jean Philipp Sousa entwickelte Sousaphon, ein weit mensuriertes Instrument in Es oder B, vor allem für Aufführungen im Freien konzipiert.

In der Entwicklung der modernen Bass- und Kontrabasstubas geht die Tendenz in Richtung Erweiterung der Mensur.

Sousaphon

Bass-Sousaphon