AUDIO
  • Mirror Maze - Cymbals

Open External Player

Becken-Paar - Kurzportrait

cymbals_a_due_71x58

(Türkisches) Becken-Paar, Becken a due
Englisch: cymbals (pair)
Französisch: cymbales (à 2)
Italienisch: piatti (a due), cinelli

Die Familie der Becken besteht heute aus dem Becken-Paar (Becken a due), dem Hängebecken und der Hi-Hat. Becken-Paar und Hi-Hat werden durch Gegeneinanderschlagen zum Klingen angeregt, das Hängebecken wird mit einem Schlägel angeschlagen.

Das Gegeneinanderschlagen von zwei Becken (weshalb Becken als Gegenschlaggefäße bezeichnet werden) ist in allen Kulturen die ältere Musizierweise. Das Anschlagen mit einem Schlägel (Verwendung als Aufschlaggefäß) ist eine Anpassung an westliche Musizierweisen.

Das Becken-Paar wird vor allem bei musikalischen Höhepunkten eingesetzt und spielt seit der Romantik im Orchester eine bedeutende Rolle. Mit seiner gewaltigen Klangkraft kann es das gesamte Orchester übertönen.

Im Volksmund wird das Becken-Paar heute mit dem lautmalerischen Wort Tschinellen (von italienisch cinelli) bezeichnet.

In der Marsch- und Harmoniemusik (Blaskapellen) gehört das Becken-Paar seit jeher zu den wichtigsten Instrumenten. Seine rhythmische und klangliche Funktion ist so wesentlich, dass es nicht vom typischen Klangbild einer Blasmusikkapelle wegzudenken ist.

Die Bezeichnung „Cymbel“ (bzw. „Zymbel“), die ursprünglich auf alle beckenartigen Instrumente angewandt wurde, geht auf das Lateinische cymbalum bzw. griechisch kýmbalon zurück. Der Name „Becken“ verbreitete sich im 18. Jahrhundert, da die Form des Instrumentes an ein Becken erinnert.

Klassifikation
Schlaginstrument, Idiophon (Selbstklinger) mit unbestimmter Tonhöhe, Gegenschlaggefäß

Maße
Ca. 16“–22“ (Zoll)
(ca. 41–56 cm)

Stärke
1–2 mm

Gewicht
Ca. 1500–2500 Gramm pro Becken

Material
Messingdraht, Messingblech, Neusilber, Neubronze, Bronzelegierungen