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Kontrabass - Klangcharakter

Schwer, gewichtig, dunkel, schwerelos, schwebend, düster, erdig, resonierend, rau, breit, hohl, stumpf, wuchtig, drohend, brutal, weich, breit, tragfähig, hauchend.

Beim Kontrabass fehlen, ähnlich wie bei der Tuba, aufgrund seines Korpus die hohen Teiltöne, während die ersten 6 Teiltöne besonders stark vertreten sind, was den Klang dunkel, breit und stumpf macht. Gerade dieser breite Klang, der nicht hervortritt, aber trotzdem erhebliche Klangkraft zu bieten hat, ist das Charakteristikum des Kontrabassklanges. Seine Hauptaufgabe im symphonischen Orchester – den Fundamentalbass zu spielen – ist aus dieser Eigenschaft abzuleiten.

Zu beachten ist, dass der Kontrabass einen langen Nachklang hat, der nach Bedarf mit der Hand abgedämpft wird. Die Nachklangdauer ist sehr breit gestreut. Folgende Richtlinien gelten:

  1. Fortissimo-Töne auf leeren Saiten können einen Nachklang von mehr als 10 Sekunden haben, der sich bei gegriffenen Tönen auf ein Drittel Dauer verkürzt (das Fis1 klingt also wesentlich kürzer als das E1).
  2. Je höher die Saite, desto länger (bis 40%) klingt sie nach (die G-Saite hat den längsten Nachklang).
  3. Der Nachklang ist relativ leise (etwa 20% der maximalen Lautstärke).
  4. Die dynamischen Möglichkeiten auf leeren Saiten sind begrenzt.

Klangcharakter der Saiten

H- und E-Saite
Diese Töne klingen voll und dunkel. Die große Klangkraft ist imstande, das gesamte Orchester zu „tragen“. Es kann mitunter schwierig sein, die genaue Tonhöhe der tiefsten Tone zu erkennen.

A-Saite
Klangvoller sonorer Klang, präziser und klarer als die tiefsten Saiten, für den Fundamentalbass geeignet.

D- und G-Saite
Entspricht der Lage des Violoncellos. Die entsprechenden Töne des Kontrabasses klingen aber voller, kräftiger und viel dunkler, da sie nicht den Teiltonreichtum des Violoncellos beinhalten. Die entsprechenden Töne des Violoncellos klingen durchdringender.