Open External Player

Rührtrommel
ist enthalten in den Produkten:


Wirbeltrommel - Tonerzeugung

Anschlag

Die Wirbeltrommel wird entweder mit hölzernen Trommelstöcken oder (seltener) mit weichen Paukenschlägeln angeschlagen. Schlägelhaltung und Anschlagstelle werden wie bei der Kleinen Trommel gehandhabt.

Aufgrund ihrer Größe entsteht bei der Wirbeltrommel ein kurzer Nachklang (etwas länger als bei der Kleinen Trommel). Dieser wird jedoch wegen seiner kurzen Dauer nicht abgedämpft.

Spielhaltung

Die Wirbeltrommel wird im Orchester auf einem Trommelständer platziert. Aufgrund ihrer hohen Zarge wird sie im Stehen gespielt – im Gegensatz zur Kleinen Trommel, die auch sitzend gespielt werden kann.

Beim Marschieren liegt sie an der linken Hüfte des Spielers auf und wird von der Seite her angeschlagen.

Unbestimmte Tonhöhe

Die Trommeln haben aufgrund ihrer Bauweise keine bestimmte bzw. eine nur schwer bestimmbare Tonhöhe. Schlag- und Resonanzfell haben eine unterschiedliche Felldicke und werden unterschiedlich stark gespannt (ein fester gespanntes Schlagfell wird von vielen Spielern bevorzugt). Beides, die unterschiedliche Fellspannung und Felldicke, trägt zur Entstehung eines unbestimmten Tonhöheneindrucks bei. Die beim Anschlagen des Schlagfells erzeugten Schwingungen werden durch die Resonanzwirkung der Zarge und der Luft im Inneren des Korpus verstärkt. Sie versetzen das Resonanzfell in Vibration, die auf das Schlagfell zurückwirkt und dessen Schwingungen beeinflusst (oder „stört“). Durch diese Rückkopplung entstehen komplexe asymmetrische Schwingungsmuster, deren Klangeindruck keiner bestimmten Tonhöhe mehr entspricht.

Bestimmte Tonhöhe

Eine Möglichkeit die Trommel doch noch auf eine bestimmte Tonhöhe zu Stimmen ist, die beiden Felle entsprechend aufeinander abzustimmen, wobei das Resonanzfell lockerer gespannt wird als üblich. Auch dickere Felle tragen zur Entstehung einer bestimmten Tonhöhe bei. Da mit heutigen Herstellungsmethoden eine sehr gleichmäßige Dicke des Fells erzielt werden kann und das Fell mittels fein justierbarer Schrauben gespannt wird, können Trommeln exakt gestimmt werden.

Eine früher angewandte Methode war, die Wirbeltrommel auf eine waagrechte Unterlage zu stellen. Dadurch wurde verhindert, dass sich die schwingende Luft im Inneren des Instrumentes über das Resonanzfell nach Außen mitteilte, es entstand eine Art Kesselwirkung wie bei der Pauke. Dabei wurde jedoch der Klang beeinträchtigt, weshalb diese Methode heute nicht mehr angewendet wird. Hector Berlioz verlangte in seinem Requiem (1837) eine auf B gestimmte Wirbeltrommel, um den Paukenwirbel zu unterstützen.