AUDIO
  • Spirits Calling
  • Peculiar Percussion

Open External Player

Gong
ist enthalten in den Produkten:


Gong - Geschichte

Asien

Der seit etwa 1590 in der westlichen Welt verwendete Name Gong kommt von der javanischen Bezeichnung für ein Aufschlagidiophon in der Form eines Gefäßes: gong ageng (großer Gong), wobei die Endung –ng auf die Form des Buckelgongs schließen lässt.

Etwa im 7. Jahrhundert v. Chr. erschienen Gongs in China. Obwohl ein Ursprungsland bis heute nicht eindeutig angegeben werden kann, finden sich heute fast im gesamten asiatischen Bereich Herstellungsorte für Gongs. Die Bedeutung dieser Instrumente im asiatischen Raum zeigt sich nicht nur in der Formenvielfalt, sonern auch in der Tatsache, dass Gongs in Gongspielen und im Verband mit anderen Instrumenten (Metallophone) in Orchestern eine dominierende Rolle spielen (z. B. im Gamelan-Orchester auf Java).

Gongs wurden früher zu Kultzwecken benutzt und waren damals (heute ist meist nur noch die Tonhöhe aufgemalt) mit Tieren, Menschen oder Schriftzeichen reich verziert, wobei zu starke Bemalung allerdings die Klangqualität gemindert haben dürfte.

Europa

Gegen Ende des 17. Jahrhunderts kam der Gong nach Europa und wurde zunächst eher als Ausstellungsobjekt denn für musikalische Zwecke benützt.

Im 19. Jahrhundert vollzog sich die Trennung zwischen Tamtam und Gong immer deutlicher: Das Tamtam hat eine unbestimmte und der Gong eine bestimmte Tonhöhe. Aufgrund dieser Trennung wurde von den Komponisten auch Tonhöhe und Spielweise der Gongs notiert.

Die erste Komposition mit Einsatz des Gongs dürfte Gossecs „Trauermusik für Mirabeau“ (1791) gewesen sein. Camille Saint-Saëns schrieb einen Gong in seiner Oper „La princesse jaune“ (1872) vor. Giacomo Puccini verlangt in seiner Oper „Madame Butterfly“ (1904) bereits ein Gongspiel mit 12 Gongs. Besonders Carl Orff verwendet in seinen Opern „Antigonae“, „Oedipus der Tyrann“ und „Prometheus“ eine Vielzahl tiefer Gongs – bei John Cage und Lou Harrison finden sich viele hohe Gongs.