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Harfe I
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Harfe - Klangverbindungen

Die Harfe hat oft die Funktion, Singstimmen und Soloinstrumente zu begleiten. Als Generalbassinstrument erfüllte sie sowohl Bass- als auch harmonische Aufgaben.

Beide Aufgaben sind ihr im Orchestersatz geblieben: Die tiefen Saiten werden oft zur Ausführung der Bassstimme benutzt. Ebenso gehört das Flechten von filigranen harmonischen Klangteppichen (Arpeggiotechnik) im Hintergrund zu ihren ureigensten Aufgaben. Darüber hinaus verleihen die verschiedenen Arten des Harfenglissando den orchestralen Wellenbewegungen erst einen glanzvollen Schimmer, der zu den klanglichen Grunderfahrungen schlechthin zählt.

Die Harfe gehört zu den leisen Instrumenten. Diesem Umstand trägt Richard Strauss in seiner Revision zur Berlioz’schen „Instrumentationslehre“ mit folgenden Worten Rechnung: „Die Harfe muss auch im Orchester stets solistisch behandelt werden, will man nicht unnützerweise Noten hinschreiben, die nicht gehört werden“.

Die Harfe verbindet sich mit allen Orchestergruppen gut. Sie hat ausfüllende Funktion, wird oft als Füllinstrument behandelt.

Harfe + Streichorchester

Aufgrund ihrer Verwandtschaft als Saiteninstrumente ergibt sich zwischen den Streichern und der Harfe eine gute Klangverbindung, die jedoch im Einzelnen von der Spieltechnik abhängig ist. Es ist möglich, das Streichorchester als eine Art Riesenharfe zu behandeln (Pizzicato-Technik), wie es Beethoven oft in seinen Orchesterwerken vorexerziert, wo er die Streicher wie eine Ersatzharfe einsetzt.

Harfe + Violine
Im Unisono oder in Oktaven mit den Violinen entsteht eine Klangverbindung mit Konturen, die besonders für melodisch oder motivisch wichtige Momente geeignet ist. Die Klangwirkung Harfe im Flageolett + Volinen im Unisono oder in Oktaven ist besonders reizvoll.

Harfe + Kontrabass
Verstärken sich im Unisono in gegenseitiger Resonanz. Die Harfe ergibt im Piano-Bereich auch ohne Kontrabass einen tragfähigen Fundamentalbass und kann das Pizzicato des Kontrabasses ersetzen, allerdings mit weniger Klangvolumen.

Harfe + Holzblasinstrumente

Im mittleren Register verdoppelt die Harfe ausgehaltene Akkorde der Holzbläser und Hörner im Unisono, was eine sehr weiche Klangwirkung ergibt. Holzbläserakkorde im Unisono mit der Harfe gehören zu den zentralen Klangverbindungen. Spielt die Harfe eine Oktave höher als die Holzbläser in hoher Lage, wirkt der Harfenton wie ein Oberton des Holzbläserklangs.

Harfe + Flöte
Harfen-Flageoletts ergeben im Unisono mit der Flöte eine besonders gute Klangverbindung. Harfe und Flöte sind seit jeher als äußerst beliebte Kombination bekannt: die Harfe als Begleiterin einer Flötenmelodie.

Harfe + Klarinette
Im Unisono mit der Klarinette ist die Klangwirkung etwas herber als mit der Flöte.

Harfe + Fagott, Kontrafagott, Bassklarinette
In wechselnder Mischung ergibt sich im Unisono sowie in Oktaven vor allem im Pianissimo- und Piano-Bereich eine dunkel gefärbte und tragfähige Klangmischung mit klarem Profil, die für Bassgrundierungen und Basslinien geeignet ist.

Harfe + Blechblasinstrumente

Harfe + Horn
Der Klang beider Instrumente verbindet sich gut.

Harfe + Posaune
Der Klang beider Instrumente verbindet sich im Unisono, wobei die Posaune zwei bis drei Dynamikstufen niedriger sein muss als die Harfe, um diese nicht zu übertönen.

Harfe + Singstimme

Es geht weniger um eine gute Klangverschmelzung als um eine klangliche und inhaltliche Ergänzung. Traditionellerweise sind Harfe und Singstimme Partner, die sich ergänzen, wobei der eine das ausführt, was der andere nicht ausführt, es entstehen zwei sich ergänzende klangliche Ströme. Dynamisch übertrifft die Singstimme die Harfe.

Harfe + Schlaginstrumente

Harfe + Pauke
Ergibt im Pianissimo oder Piano eine gute Unisono-Wirkung.

Harfe + Xylophon
Die kurz und hell aufblitzenden Töne des Xylophons bekommen im Unisono und in Oktaven durch die Harfe die nötige Resonanz, Harfenklänge durch das Xylophon eine gewisse Schärfe.

Harfe + Celesta, Glockenspiel
In der hohen Lage ergibt sich im Unisono oder in Oktaven im Akkordspiel ein kristallener, silbrig schimmernder, unwirklich ferner Klang, der für märchenhafte Wirkungen oder die Kennzeichnung von Traumsequenzen in Opern und Ballettkompositionen, sowie in der Filmmusik verwendet wird.