AUDIO
  • Scherzo Brillante (Horn)
  • Vienna Horn Variations
  • Adagio and Toccata
  • Blue Danube Waltz - Horn solo
  • Horn meets Brass & Percussion

Open External Player

Horn in F - Tonerzeugung

Der 1. Naturton wird beim Horn in F nicht verwendet (obwohl ihn manche Hornisten erzeugen können), sehr wohl jedoch beim Horn in hoch B,  wo er gut anspricht.

Der Tonumfang des F-Horns beginnt daher mit dem 2. Naturton und reicht bis zum 16. Naturton, wobei die Naturtöne 12 bis 16 sehr schwer zu spielen sind.

Durch das Betätigen der Ventile, d.h. durch die stufenweise Rohrverlängerung, kann die Naturtonreihe des Instrumentes um 6 Halbtonschritte gesenkt werden.

Durch jede Ventilschaltung entsteht eine tiefere Naturtonreihe; insgesamt stehen also 7 Naturtonreihen zur Verfügung, aus denen der Spieler durch Überblasen jede chromatische Tonhöhe ansteuern kann. Durch das Drücken des 2. Ventils wird die Stimmung des Horns beispielsweise um einen Halbton nach unten versetzt und ergibt ein Horn in E, durch Drücken des 1. Ventils ein Horn in Es usw.

Griffweise:

Das Horn kennt – wie die Trompete – 7 verschiedene Griffmöglichkeiten. Jeder Griff senkt die Naturtonreihe jeweils um einen Halbton:

HO_sound-production_01_de_607x110
HO_sound-production_02_de_603x113

Beim Spielen des tiefsten Tones (H1-Stimmung = 7. Griff) wird das Rohr des Horns von 386 cm auf 550 cm verlängert. Da dementsprechend eine 5,5 m lange Luftsäule in Bewegung gebracht werden muss, ist die Tonansprache im tiefen Register schwieriger als im mittleren und hohen Register. Die tiefen Töne haben eine geringe Frequenz und dementsprechend lange Schwingungen. Die Amplitude kann sich im engen Rohr nicht proportional zu den langen Schwingungen entfalten. Aus diesem Grund klingen auch die forciert gespielten tiefen Töne etwas rau.

Tonsprünge in die oberste Skala können problematisch sein, da die Töne der Naturtonskala in diesem Bereich sehr eng liegen, so dass bereits die geringste Veränderung der Lippenspannung eine Tonhöhenänderung bewirkt (zusätzlich beeinflussen Faktoren wie die Temperatur des Instrumentes oder Flüssigkeit im Rohr die Tonerzeugung). Wesentlich leichter als ein Sprung von einem tiefen zu einem hohen Ton ist es für den Hornisten, einen sehr hohen Ton unvermittelt anzublasen.