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Marimbaphon
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Marimbaphon - Bauweise

Klangstäbe

Der Rahmen mit den Klangstäben ist auf einem Metallgestell (selten aus Holz) montiert, das auf Rädchen steht.

Das moderne Marimbaphon ist mit chromatisch gestimmten Klangstäben (Klangplatten) aus Holz bestückt, die in zwei Reihen – meist auf zwei Ebenen (ca. 4 cm Höhendifferenz) – angeordnet sind. Die Klangstäbe sind der Breite nach an ihren Knotenpunkten durchbohrt und hängen straff auf einer Schnur, die wiederum auf Stiften aufliegt, die auf dem Rahmen montiert sind. So wird ein Durchhängen der Klangstäbe verhindert, gleichzeitig wird ein freies Vibrieren der Klangstäbe garantiert. Die Anzahl der Stäbe ist je nach Tonumfang verschieden.

Anders als bei schwingenden Saiten bewirkt eine Verkürzung der Klangstäbe um die Hälfte (in der Länge) eine Erhöhung um zwei Oktaven. Aus diesem Grund ist der Längenunterschied zwischen dem tiefsten und höchsten Klangstab relativ gering.

Im Gegensatz zum Xylophon werden beim Marimbaphon etwas weichere Klanghölzer aus Palisander oder Rosenholz bevorzugt. Darüber hinaus sind die Klangstäbe dünner als beim Xylophon und in der Tiefe auch breiter und länger. Die Klangstäbe der Marimba können durch sehr harte Marimba- und vor allem durch Xylophonschlägel zerbrochen werden.

Stimmung

Die Tonhöhe jedes Stabes wird von der Länge, Dicke und Dichte des Materials bestimmt, die Breite hat auf die Tonhöhe keinen Einfluss. Je länger, dünner und dichter der Stab, desto tiefer ist die Tonhöhe. Je kürzer, dicker und weniger dicht der Stab, desto höher ist der Ton.

Die Stäbe können durch das Wegnehmen oder Hinzufügen von Material gestimmt werden. Dabei gilt folgende Regel: Wird Material von den Enden des Stabes abgefeilt, erhöht sich die Tonhöhe des Grundtones. Wird dagegen Material vom Mittelbereich des Stabes herausgeschnitzt (Ober- oder Unterseite), so dass der Stab dünner wird, vertieft sich die Grundtonhöhe. Durch das Entfernen von Material an verschiedenen Stellen des Stabes ist es sogar möglich, einzelne Teiltöne zu stimmen. Zur kurzfristigen Verbesserung der Stimmung gibt es auch die Möglichkeit, die Grundtonhöhe durch Hinzufügung von Wachsklumpen zu erhöhen, eine Praxis, die besonders in Afrika geübt wird.

Moderne Marimbaphone sind in der Regel auf 442 Hertz temperiert gestimmt. Von den Herstellern werden aber mehrere Stimmungen angeboten, da sich die Orchester weltweit auf verschiedene Stimmtonhöhen berufen.

Resonanzröhren

Marimbas weisen an der Unterseite Resonanzröhren oder Resonanzschachteln auf, wobei jeder Klangstab eine eigene Resonanzröhre hat.

Resonanzröhren verstärken durch Resonanz jenen Teilton, auf den sie gestimmt sind: Dies kann – je nach Tradition – der 1., 2. oder 3. Teilton sein. Die Resonanzröhren moderner Orchestermarimbas verstärken den 1. Teilton (= Grundton). Sie können durch Verschieben der Scheiben, welche die Rohrenden verschließen, präzise gestimmt werden. Resonanzröhren machen den Klang auch etwas weicher.

Der Optik wegen befinden sich zwischen den „schwarzen Tasten“, die für den Zuschauer besser zu sehen sind als die „weißen Tasten“, oftmals auch Resonanzröhren, die jedoch für den Klang keine Bedeutung haben.