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Tamtam
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Tamtam - Geschichte

Der Name Tamtam kommt vom malaiischen tammittam, was die onomatopoetische Bezeichnung für Trommel ist. Die Ursprünge der klingenden Metallscheiben (Gongs) sind im 7. Jahrhundert v. Chr. in China zu finden, von wo sie sich in den ostasiatischen Raum ausgebreitet haben. Seit alters her wurden im Fernen Osten Orchester zusammengestellt (Gamelan-Orchester), in denen ganze Sätze von klingenden Metallscheiben (Tamtams, Gongs, etc.) eine tragende Rolle spielten. Ein Umstand, der die enorme Bedeutung dieser Instrumente im Fernen Osten unterstreicht.

Die Metallscheibe aus dem ostasiatischen Bereich wurde ursprünglich zu Kultzwecken gebraucht. Die Bezeichnung Tamtam ist später auch für das heutige Orchesterinstrument übernommen worden, wo es, vermutlich durch die Türkenkriege im 17. Jahrhundert nach Europa gekommen, gegen Ende des 18. Jahrhunderts (zuerst in Francois Joseph Gossecs „Trauermarsch“ im Jahre 1791) eingeführt wurde.

Bis Ende des 19. Jahrhunderts wurde das Tamtam als Effektinstrument bei gewichtigen und auffallenden Einsätzen benutzt – häufig bei Trauermärschen. Seit Beginn des 20. Jahrhunderts wird das Tamtam schließlich auch als „echtes“ Orchesterinstrument verwendet, und zwar mit der Aufgabe, dem Orchesterklang eine dunkle Klangfarbe zu verleihen – wie z. B. bei Richard Strauss. Dadurch wird es zu einem wichtigen und sehr vielseitigen Bestandteil des Orchesterschlagwerks.

Ab etwa 1960 wird das Tamtam mit verschiedensten Gegenständen angeschlagen, angerieben oder bespielt. Als Soloinstrument verwendet es erstmals Karlheinz Stockhausen 1964 in seinem Stück „Mikrophonie I“.