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Tamburin
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Tamburin - Tonerzeugung

Anschlag

Die Tonerzeugung erfolgt entweder durch Anschlagen des Fells mit der Hand (seltener mit Schlägeln) oder durch Schütteln (bzw. Reiben mit den Fingern) des Tamburins. Das Tamburin ist also gleichzeitig Trommelinstrument (Anschlagen) und Rasselinstrument (Schütteln).

Für Einzelschläge hält der Spieler das Tamburin mit einer Hand (meist links) und schlägt das Fell mit der anderen Hand an, und zwar meist mit dem Mittelfinger (gelegentlich auch dem Zeigefinger), der durch den Daumen unterstützt wird. Die Anschlagstelle, der sogenannte Schlagfleck, liegt gegenüber der haltenden Hand etwa 3–4 cm (je nach Größe des Instruments) vom Fellrand entfernt. Je leiser der Klang sein soll, desto näher am Rand wird angeschlagen. Pianissimo-Schläge werden auch mit den Fingerspitzen nahe beim oder sogar auf dem Fellrand ausgeführt. Bei schnellen Passagen (bis mf) liegt das Tamburin auf den Knien des Spielers.

Bei entsprechender Vorschrift wird das Tamburin auch mit Schlägeln angeschlagen, deren Anschlag hart und knapp genug ist, um die Schellen in präzise Bewegung zu bringen: Kleine Trommelstöcke, kleine Hart- oder Weichfilzschlägel, Becken-, Xylophonschlägel, Triangelstäbe.

Fellklang und Schellenklang

Die lose an den Drahtstiften hängenden Schellenpaare klirren gegeneinander, wodurch ein hoher, tragfähiger Rasselklang entsteht. Die Tonhöhe, die beim Anschlagen des Fells erklingt, ist nicht wesentlich, da sie vom Klang der Schellen überlagert wird.

Wird das Tamburin möglichst waagrecht gehalten, so entsteht ein kurzer, präziser und trockener Klang, da sich die übereinanderliegenden Schellen von selbst abdämpfen. Wird das Tamburin senkrecht angeschlagen, tritt der Fellklang mehr in den Vordergrund, die Schellen sprechen schwächer an, klingen aber länger. Der Fellklang wird außerdem betont durch Schläge mit dem Handballen oder der Faust sowie durch Schläge gegen Ellbogen oder Knie.

Viele Orchestermusiker halten das Tamburin in einem Winkel zwischen 40 und 50 Grad, da hier meist eine Ausgewogenheit zwischen Fell- und Schellenklang herrscht, das Tamburin nicht zu trocken klingt und keinen störenden Nachklang hat.