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  • Sinfonie Nr. 3 - Scherzo
  • The Perpetrator - Timpani

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Pauken
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Pauke - Klangcharakter

Dumpf, donnernd, dröhnend, tief, schwer, wuchtig, wummernd, weich, samten, füllig, resonant, voll, bebend, dumpf, matt, hohl.

Wegen der großen dynamischen Bandbreite ist der Einsatz der Paukenstimme sehr präzise zu planen und auf die Partnerinstrumente abzustimmen. Diese Genauigkeit muss in der Notation enthalten sein. Lässt die Pauke einerseits im Piano- und Mezzoforte-Bereich andere Instrumente durch, ist es andererseits ein Leichtes für sie, im Forte und Fortissimo andere Instrumente zu übertönen.

Der Paukenton ist grundsätzlich aus zwei Komponenten zusammengesetzt: dem Anschlagton und dem Nachklang (resonanter Charakter). Der Nachklang eines Tones im mf dauert bei der großen Pauke 4–5 Sekunden, bei der kleinen 3–4 Sekunden.

Die Klangfarbe ist von drei Faktoren abhängig: vom Material der verwendeten Schlägel, von der Anschlagstelle und von der Anschlagstärke.

Der Klang der Schlägel

Ein kleiner Schlägelkopf regt die höheren (bei der Pauke unharmonische) Teiltöne an: der Klang wird schärfer und heller. Dies ist auch bei Holzschlägeln der Fall.

Ein breiter Schlägelkopf regt die tiefen Teiltöne an: der Tonhöheneindruck wird bestimmter (die ersten sechs Teiltöne sind relativ harmonisch), und die Klangfarbe dunkler.

In Trauermusiken werden gedämpfte Schlägel verwendet.

Der Klang der Schlagstelle

Die ideale Anschlagstelle ist der sogenannte „Schlagfleck“, der eine Handbreit vom Rand entfernt ist. Die Einhaltung des Schlagflecks garantiert auch bei tiefen Stimmungen, wo der Tonhöhencharakter leicht ins Unbestimmte gleitet, eine klare Tonhöhe.

Grundsätzlich reduzieren sich in Richtung Fellmitte die höheren (unharmonischen) Teiltöne, während ein Anschlagen am Fellrand die Anregung der höheren Teiltöne fördert. Je näher zur Fellmitte angeschlagen wird, desto unbestimmter wird die Tonhöhe. Im Zentrum geschlagen, klingt die Pauke wie eine Trommel.