AUDIO
  • Sinfonie Nr. 3 - Scherzo
  • The Perpetrator - Timpani

Open External Player

Pauken
ist enthalten in den Produkten:


Pauke - Tonerzeugung

Deutsche Aufstellung

Paukenpaar
Die höhere Pauke (kleiner Kessel, C- oder D-Pauke) ist links, die tiefere (großer Kessel, G- oder A-Pauke) rechts vor dem Spieler aufgestellt.

4 Pauken
Gleiches Prinzip wie beim Paukenpaar: Die höchste Pauke (kleinster Kessel) ist links außen, die tiefste rechts außen aufgestellt. Alle Pauken bilden einen Halbkreis vor dem Spieler.

Diese Aufstellung entspricht nicht der Anordnung der Tonhöhen auf dem Klavier.

Amerikanische Aufstellung

Paukenpaar
Die tiefere Pauke (großer Kessel, G- oder A-Pauke) ist links, die höhere (kleiner Kessel, C- oder D-Pauke) rechts vor dem Spieler aufgestellt.

4 Pauken
Gleiches Prinzip wie beim Paukenpaar: Die tiefste Pauke (größter Kessel) ist links außen, die höchste rechts außen aufgestellt. Alle Pauken bilden einen Halbkreis vor dem Spieler.
Diese Aufstellung entspricht der Anordnung der Tonhöhen auf dem Klavier.

Die Besetzung im modernen Orchester ist werkabhängig: entweder das klassische Paukenpaar oder 4 Pauken werden besetzt. Für Werke der romantischen Literatur hat sich ein Satz von 4 Pauken als Standard etabliert.

Ein Spieler kann maximal auf einem Satz von 6 bis 7 Pauken spielen. Dies ist allerdings nicht üblich und wird nur in Solowerken des 20. Jahrhunderts (sehr selten) vorgeschrieben.

Schlagtechnik

Der Schlägel prallt nach jedem Schlag ab. Dieser Federeffekt wird bei schnellen Repetitionen und beim Paukenwirbel ausgenutzt.

Der Schlagfleck ist die geheimnisvolle Stelle, welche den klarsten Ton abgibt. Er befindet sich eine Handbreit vom Rand entfernt. Schläge auf die Fellmitte (zweiter Schlagfleck) bieten dagegen keine klare Tonhöhe, sie klingen wie eine Trommel und werden nur in neuerer Musik verlangt.

Der ausgeprägte Nachklang (Resonanz) wird in der Regel mit den Fingerspitzen abgedämpft.

Moderne Stimmtechnik

In modernen Orchestern werden Pedalpauken eingesetzt. Das schnelle Umstimmen erfolgt mittels eines gerasterten Pedals, die Tonhöhen können auf dem Stimmungsanzeiger am oberen Rand des Kessels als Skala abgelesen werden. Die Tonskala, d.h. der Gleichklang zwischen Tonhöhenskala und Stimmung muss vor dem Konzert mittels des Feinstimmers eingerichtet werden.

Auf einer Pedalpauke kann etwa eine halbe Oktave als Skala gespielt werden (maximaler Tonumfang: große Sext). Bis zu Tempo Viertel = 150 ist es möglich, jeder neuen Viertelnote einen neuen Skalenton zu geben. Skalen oder Skalenausschnitte werden auf einer Pauke ausgeführt – der Klang wirkt einheitlicher. Je größer der Abstand der Intervalle ist, desto länger dauert der Stimmvorgang.

Das Umstimmen im Verlauf einer Aufführung geschieht diskret im Hintergrund, während die Pauken pausieren (meistens, (-;).

Historische Stimmtechnik

Die traditionellen Schrauben-Pauken – vereinzelt bis in die 1950er Jahre in Orchestern anzutreffen – wurden von Hand gestimmt. Dazu mussten die sechs bis acht Schrauben gleichmäßig gedreht werden, was einen relativ hohen Zeitaufwand erforderte. Mindestens 8 Takte Pause in der Paukenstimme waren nötig, um dem Paukisten genügend Zeit dafür zu geben. Zum Glück der Spieler wurde in Werken der Klassischen Epoche ein Umstimmen während eines Satzes eigentlich nie verlangt. Als dies sehr wohl verlangt wurde – in der romantischen Epoche und später – wurden die Maschinenpauken (Hebelpauken) und später die Pedalpauken entwickelt, die ein Umstimmen in relativ kurzer Zeit ermöglichten. Darüber hinaus hat sich seit Mitte des 19. Jahrhunderts die Anzahl der verwendeten Pauken von zwei auf drei erhöht.