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Trompete in C - Tonerzeugung

Der 1. Naturton (Grundton) wird bei der Trompete in C nicht genutzt. Er spricht bei tiefer gestimmten Trompeten an, klingt aber unbefriedigend.

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Die spielbare Naturtonskala beginnt also mit dem 2. Naturton (c1) und reicht bis zum 8. Naturton (c3). Sehr virtuose Trompeter erreichen noch den 11. Naturton (f 3), in Orchesterkompositionen wird dies jedoch nicht verlangt. Auch – und besonders – im Jazz ist der regulären Tonskala nach oben hin kein Limit gesetzt: Viele Jazztrompeter streben danach, der Trompete immer höhere Töne abzuringen und sogar in die viergestrichene Oktave vorzudringen.

Durch das Betätigen der Ventile, d.h. durch die stufenweise Rohrverlängerung, kann die Naturtonreihe des Instrumentes um 6 Halbtonschritte, bis zum fis, gesenkt werden.

Durch jede Ventilschaltung entsteht eine tiefere Naturtonreihe; insgesamt stehen also 7 Naturtonreihen zur Verfügung, aus denen der Spieler durch Überblasen jede chromatische Tonhöhe ansteuern kann.

Griffweise

Die Trompete kennt, wie das Horn, 7 verschiedene Griffmöglichkeiten. Jeder Griff senkt die Naturtonreihe um jeweils einen Halbton:

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Das Drücken der Ventile (Griffweise) bewirkt eine Verlängerung des Trompetenrohres. Durch die Rohrverlängerung wird die Grundstimmung des Instrumentes gesenkt. Der 2. Griff (Drücken des Ventils 2) stimmt die Trompete also auf H um, durch Überblasen ergibt sich die Teiltonreihe einer Trompete in H usw. Die Ventiltöne sind also nichts anderes als die Teiltöne des tiefer gestimmten Instrumentes.

Das fis ist also der tiefste Ton der C-Trompete. Das Trompetenrohr wird beim Spielen des fis von 130 auf ca. 190 cm verlängert (ca. 60 cm). Im Vergleich dazu wird das Rohr beim Horn von ca. 386 auf 550 cm in der tiefsten Stimmung verlängert. Das bedeutet auch, dass eine 5,5 m lange Luftsäule in Bewegung zu bringen ist. Dadurch ist die Klangqualität der Trompete in allen Registern relativ gleichbleibend, während das tiefe Hornregister schwerer anspricht und dumpfer klingt.

Durch Ausziehen des Stimmzuges kann der Tonumfang nach unten hin noch um einen Halbton, zum f, gesenkt werden – der Einsatz dieses Tones ist jedoch sehr beschränkt und immer nur isoliert möglich: Der Spieler muss genug Zeit haben, den Zug in Position zu bringen und danach wieder zurückzustellen, damit die nächsten Töne nicht verstimmt klingen.

Stimmzug

Auch: Hauptstimmzug. Ausziehbarer, meist U-förmiger Rohrteil zur Stimmungskorrektur bei Blechblasinstrumenten, der erstmals 1781 beim Waldhorn eingesetzt wurde. In verbesserter Form heute auch bei Ventilinstrumenten.

Durch das Ausziehen des Stimmzuges kann die Stimmung bei Trompeten bis zu einem Halbton vertieft werden (beim Périnet-Ventilsystem liegt der Hauptstimmzug vor den Ventilen, beim Zylindersystem dahinter). Bei der Posaune wird die Grundtonhöhe durch das vollständige Ausziehen des Stimmzuges um eine verminderte Quint (von B nach E) erniedrigt.