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Röhrenglocken
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Röhrenglocken - Bauweise

Ständer

Die statische Grundlage des Röhrenglockenspiels bildet ein etwa 180 cm hoher Ständer (90 cm breit und 70 cm tief), bestehend aus einer Basis mit Rädern, einem Rahmen und zwei Aufhängeleisten. Die chromatisch gestimmten Röhren sind, wie bei einer Klaviatur, in zwei Reihen angeordnet und an Bändern auf den beiden Aufhängeleisten aufgehängt.

Die hintere Reihe enthält die Tonhöhen, die den schwarzen Tasten am Klavier entsprechen, und ragt etwa 20 cm über die vordere Reihe hinaus, so dass diese Töne vom Spieler direkt erreicht werden können.

Röhren

Je nach Tonumfang sind auf einem Röhrenglockenspiel entweder 18 Röhren (1 ½ Oktaven: c1–f2) oder 25 Röhren (2 Oktaven: f–f2) zu finden.
Die Röhren sind gleichzeitig Schwingungserreger und Resonator.

Bei Röhren, Platten und Stäben verhalten sich die Frequenzen umgekehrt proportional zum Quadrat der Länge. (Zum Beispiel hat eine 70,7 cm lange Röhre theoretisch etwa die halbe Frequenz gegenüber einer 50 cm langen Röhre bei gleichbleibender Dicke). Gleichzeitig verhalten sie sich direkt proportional zum Quadrat der Dicke (Je dünner die Platte oder Wandstärke bei Röhrenglocken, desto  tiefer der Ton). Die Tonhöhe (des Schlagtons) ist somit abhängig vom Durchmesser, der Wandstärke und der Länge der Röhren. Die Röhrenlänge eines durchschnittlichen 1 ½ -oktavigen Röhrenglockenspiels reicht von ca. 75 cm für die kürzeste Röhre (Tonhöhe f2) und 155 cm für die längste (Tonhöhe c1). Der dazugehörende Rohrdurchmesser beträgt 3,8 cm, die Wandstärke 1,5 cm. Ändert sich einer dieser Parameter, z.B. die Wandstärke, müssen sich auch die anderen ändern, die Rohrlänge oder der Durchmesser. In der Regel haben die Röhren zwischen 3–4 cm Durchmesser und 1–2 cm Wandstärke. Die kürzeste Röhre ist etwa 75 cm lang, die längste 155 cm.

Kurze Metallröhren haben einen starken Grundton und klingen somit nicht glockenähnlich. Lange Metallröhren hingegen bilden eine Menge Teiltöne aus, so dass sie glockenähnlich klingen.

Dämpfer

An der Basis des Ständers befindet sich ein Dämpferpedal, das über ein Gestänge mit der Dämpferleiste verbunden ist. Das Betätigen des Dämpferpedals bewirkt ein gleichzeitiges Abdämpfen aller Röhren.

Der Mechanismus ist folgender: Bei nicht gedrücktem Pedal zeigt die Dämpferleiste senkrecht nach oben und unten und hat keinen Kontakt mit den Röhren. Wir das Pedal gedrückt, so dreht sich die Dämpferleiste und die Dämpfungsmaterialien neigen sich in die Waagerechte und dämpfen so die Röhren ab.