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Röhrenglocken
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Röhrenglocken - Klangverbindungen

Zwei Hauptaufgaben kennzeichnen die Verwendung von Röhrenglocken: Als Glockenersatz und als Klangfarbe. Die Verbindung mit Metallophonen aller Art ist von der Musik Ostasiens inspiriert worden und in die Orchestermusik des 20. Jahrhunderts übergegangen.

Die Verschmelzungsfähigkeit der Röhrenglocken mit anderen Orchesterinstrumenten ist abhängig vom Klangaufbau. Röhrenglocken werden so konstruiert, dass sie eine möglichst harmonische Teiltonreihe aufweisen, was die Verschmelzungsfähigkeit mit anderen Orchesterinstrumenten, deren Kennzeichen ein harmonischer Teiltonaufbau ist, erhöht. Unharmonische Teiltöne bleiben bei den Röhrenglocken jedoch erhalten, um den Glockencharakter, wo die unharmonischen Komponenten viel größer sind, zu erhalten.

Röhrenglocken und andere Orchesterinstrumente

Aufgrund dieser Eigenschaften ergibt sich eine Klangverschmelzung besonders mit den Idiophonen aus Metall mit einer bestimmten Tonhöhe: Glockenspiel, Vibraphon, Gong.

Darüber hinaus ergeben sich gute Klangverbindungen mit allen Instrumenten, deren Klang aus einem Anschlag und Nachklang zusammengesetzt ist: Becken, Tamtam, Pauke, Harfe, Klavier.

Der Klang sticht aufgrund seiner Klangfarbe, die sich von allen anderen Orchesterinstrumenten unterscheidet, hervor. Große dynamische Spannweiten, von leisesten Tremoli im pp bis zu großen Steigerungen sind möglich. Besonders im Zusammenhang mit dicken Akkorden der Holz- und Blechbläser entsteht eine feierliche, festliche, glänzende Stimmung. Die Blechbläser unterstützen dabei durch Sforzato-Einsatz den Schlagton und durch Haltetöne den Nachklang.

Für besonders mächtige Klänge werden Röhrenglocken und Plattenglocken gleichzeitig (oft von einem Spieler) gespielt.