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  • Schlaflied für Viola und Klavier
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  • Violas performance

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Viola - Klangverbindungen

Viola + Streichorchester

Viola + Viola
Der Klang der Violen als Gruppe erreicht einen herben Charme, der besonders im Opernorchester für melodische Aufgaben an dramatischen Handlungspunkten genutzt wird.

Violen + Violinen
Ergibt einen weichen und vollen Klang, der von den Violinen dominiert wird – wirkt klangverstärkend. Von breiter, flächiger und tragender Wirkung sind Oktavkombinationen der Violinen 1 und 2 mit den Violen, wobei diese in der Regel ohne Unisono-Unterstützung der Violoncelli zu schwach sind, ein tragfähiges Fundament zu bilden. Doppel- und Dreifachoktaven der beiden Violinen mit den Bratschen und Violoncelli kommen vor allem an melodischen Orchesterhöhepunkten zu voller Wirkung. Der Klang der Viola erreicht nicht die tragfähige Klangkraft der Violine.

Violen + Violoncelli
Der Klang des Violoncello ist kräftiger und intensiver. In Kombination entsteht ein voller Klang, der von den Violoncelli dominiert wird. Im höheren Bereich nimmt die Viola dem Cello etwas an Helligkeit und der Klang wird weicher, im höchsten Bereich verstärken sich die hellen Komponenten gegenseitig. In Oktaven ergibt sich eine weittragende und einheitliche Klangwirkung für Kantilenen im Tenorbereich.

Violen + Kontrabässe
Die Violen können wie ein Teilton der Kontrabässe wirken. Die Balance der Dynamik ist besonders wichtig.

Violen + Harfe
Das Pizzicato der Streicher ergibt eine gute Klangverschmelzung mit der Harfe. Oft wirkt das Pizzicato wie ein „Harfenersatz“.

Viola + Holzblasinstrumente

Zwischen den Streichern und den Holzblasinstrumenten besteht eine besondere Affinität.
Grundsätzlich gewinnt der Klang der Streichinstrumente durch die Beimengung von Holzbläsern an Volumen und Stärke, während der Klang der Holzblasinstrumente durch den Zusatz von Streichern weicher wird, dies vor allem im Unisono. Bewegen sich Streicher und ein einzelnes Holzblasinstrument in verschiedenen Lagen, kann sich das Holzblasinstrument durchsetzen.

Die Viola, in hohen Lagen und im forte oder fortissimo, kann an Intensität und Klangschärfe mit den Holzbläsern durchaus aufnehmen. Diese Wirkung verstärkt sich in Kombination gegenseitig. Im Piano dagegen macht die Viola den Holzbläserklang weicher.

Viola + Oboe
Die hohen Töne (A-Saite) weisen eine gewisse Klangverwandtschaft mit der Oboe auf.

Violen + Blechblasinstrumente

Die Klangverbindung zwischen den Violen und den meisten Blechblasinstrumenten ist relativ homogen. Besonders Oktavkombinationen im Piano ergeben eine einheitliche Wirkung. Grundsätzlich ist der Verschmelzungsgrad mit den Holzbläsern höher.

Bedeutend für den Verschmelzungsgrad ist die Spieltechnik der Streicher (Pizzicato, Col legno). Die Verwendung von Dämpfern bei Blechblasinstrumenten macht deren Klang den Streichern ähnlicher und fördert die Verschmelzung. Durch die Vermittlung von Holzblasinstrumenten, besonders der Klarinetten, erhöht sich die Verschmelzung zwischen Streichern und Blechbläsern.

Violen + Trompete
Im Piano und oktavierend ergibt sich eine interessante Klangverbindung.

Violen + Horn
Das Horn ergibt die beste Verschmelzung mit den Streichern, besonders in Kombination mit den Violoncelli.

Violen + Posaune, Tuba
Ergibt einen geringen Verschmelzungsgrad.