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Violine - Tonerzeugung

Die Tonerzeugung erfolgt durch Streichen der Saite mit dem Bogen oder durch Zupfen (rechte Hand). Die Tonhöhenänderung durch Niederdrücken der Saite mit den Fingerspitzen der linken Hand. Dadurch wird der schwingende Teil der Saite verkürzt und der Ton erhöht.

Griffsystem

Saitenwechsel und Lagenwechsel

4 Saiten im Quintabstand stehen zur Verfügung: g (4.Saite), d1(3.Saite), a1 (2.Saite), e2 (1.Saite).

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Die linke Hand nimmt während des Spielens verschiedene Positionen auf dem Griffbrett ein. Diese Positionen werden als Lagen bezeichnet.
Bei der 1. Lage befindet sich die Hand am obersten Rand des Griffbretts – vor dem Obersattel. Die Finger drücken noch keine Seiten nieder – diese Lage schließt die leeren Saiten mit ein.
Bei der 2. Lage befindet sich der Zeigefinger eine diatonische Stufe weiter zum Steg hin, d.h. einen Ganzton höher. Durch Verschieben um jeweils eine diatonische Stufe in Richtung Steg gelangt der/die SpielerIn in die nächsthöhere Lage. Die 8. Lage klingt eine Oktave höher als die erste.
Tiefere Lagen sind wesentlich leichter zu spielen als höhere. Innerhalb einer Lage deckt jeder Spielfinger (der Zeigefinger ist der 1., der Mittelfinger der 2., der Ringfinger der 3. und der kleine Finger der 4. Finger) eine diatonische Stufe ab, das bedeutet, ein Skalenausschnitt von einer Quart ist ohne Lagenwechsel auf einer Saite spielbar. Chromatische Töne (Erniedrigungen oder Erhöhungen der jeweiligen diatonischen Stufe) werden von jenem Finger übernommen, der für die entsprechende diatonische Stufe zuständig ist.

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Die Lagen 1–7 gelten als die tiefen Lagen, die Lagen 8–11 als die hohen Lagen. Das Spiel in den hohen Lagen wird vor allem in virtuoser Solomusik verlangt (bis zur 14. Lage). Im extrem hohen Bereich spricht man nicht mehr von Lagen.

Die Greifabstände zwischen den benachbarten Tönen werden mit jeder Oktave in höheren Lagen enger.
Je weiter vom Steg entfernt der Bogen die Saite berührt, desto leiser ist der Klang (und obertonärmer).

Beispiel: selber Ton auf zwei Saiten gegriffen – Effekt der Klangverstärkung:

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Beispiele für Doppelgriffe:

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Der Geminiani-Griff für die Spielhaltung
Um die linke Hand in die richtige Position zu bringen, wird der sogenannte „Geminiani-Griff“ verwendet. Dabei wird die Hand in der ersten Lage so an das Griffbrett angelegt, dass jeder der vier Greiffinger eine Saite greift: Zeigefinger (1.Finger) = e2-Saite, Mittelfinger (2.Finger) = a1-Saite, Ringfinger (3.Finger)= d1-Saite, kleiner Finger (4.Finger) = g-Saite.

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Bogenführung

Der Bogen wird mit allen Fingern der rechten Hand gehalten, und zwar am Frosch. Der Daumen und der Mittelfinger stehen sich dabei gegenüber. Vor allem mit dem Zeigefinger wird der Bogendruck reguliert. Das Handgelenk bewegt sich beim Spiel am meisten, der Arm und die Schulter bleiben sehr ruhig. Der Bogen berührt die Saiten einen Zentimeter breit vom Steg. Am Frosch ist der Bogen stärker als an der Spitze. Schnelle kurze Noten werden eher an der Spitze gespielt. Die Bogengeschwindigkeit wird auf den Bogendruck abgestimmt: Eine höhere Bogengeschwindigkeit mit höherem Bogendruck erzeugen einen stärkeren Klang.

Zwei Grundstricharten werden unterschieden:

Der Aufstrich, der Strich von der Spitze zum Frosch. Er steht in der Regel auf unbetonten Taktteilen (leichte Zeiten) und hat Crescendo-Tendenz.
Der Abstrich, der Strich vom Frosch zur Spitze. Er steht auf betontem Taktteil (Taktbeginn, Akzent).und hat eine Decrescendo-Tendenz.

 

Die Stricharten ergeben sich aus dem Sinn der Musik (Phrasierung), besonders in Tanzmusik werden mit den Stricharten die natürlichen Akzente der Musik betont. Manchmal werden sie vom Komponisten an bestimmten Stellen vorgeschrieben.

Im chorischen Zusammenspiel der Streicher wird die Bogenführung synchronisiert.