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Violine - Der Bogen

Der Bogen ist eine konkav gebogene Holzstange, die zwischen beiden Enden – Spitze und Frosch – mit Rosshaar (ca. 150–250 Haare) bespannt ist. Mit Hilfe einer Stellschraube am Frosch lässt sich die Spannung der Haare regulieren. Der Schwerpunkt liegt etwa 25 cm oberhalb des Frosches. Der Bogen ist 74 cm lang, die Strichlänge etwas kürzer.

Die Streichbewegung zwischen den Rosshaaren des Bogens und Saiten erzeugt die Schwingungen. Das auf die Rosshaare gestrichene Kolophonium (Harz) erwärmt sich durch die Reibung und sorgt dafür, dass der Bogen an der Saite haften bleibt; und zwar so lange, bis die Spannkraft die Saite wieder zurückschnellen lässt, die erneut vom Bogen aufgefangen und mitgenommen wird. Die Wiederholung dieser Zick-Zack-Bewegung nährt die Saitenschwingung.

Der ideale Bogendruck ist von der Bogengeschwindigkeit abhängig: Zu wenig Druck erzeugt einen schwachen Grundton mit pfeifenden Teiltönen, ein zu starker Druck erzeugt krächzende Teiltöne. Ein stärkerer Bogendruck ergibt naturgemäß einen lauteren Klang. Die Berührungsstelle variiert zwischen Steg und Griffbrett: Je weiter vom Steg entfernt der Bogen die Saite berührt, desto leiser wird der Klang.