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Wagnertuba - Tonerzeugung

Spielweise und Haltung bestätigen den ganz vom Horn bestimmten Charakter. Die Wagnertuben werden von Hornisten gespielt, da auf beiden Instrumenten ein Hornmundstück verwendet wird. Die vier Ventile werden mit der linken Hand (wie beim Horn) und nicht wie bei den sonstigen Tuben mit der rechten Hand gespielt. Im Gegensatz zum Horn zeigt das Schallstück beim Spielen nach oben, während das Instrument am Schoß des Spielers aufliegt.

In der Regel werden die Töne vom 1. bis zum 12. Naturton verwendet (Töne bis zum 16. Naturton sind möglich, aber sehr schwer zu spielen und werden nicht verlangt). Die Pedaltöne (= 1. Naturtöne) werden bei beiden Instrumenten (in B und F) nur bis zum Es1 verwendet.

Die chromatische Skala ist über den ganzen Tonumfang lückenlos spielbar. Somit zählen die Wagnertuben zu den Ganzinstrumenten (Instrumente, die durch vier Ventile den 2. Naturton elf mal vertiefen können, so dass sich die Lücke zum 1. Naturton der Grundstimmung schließt).

Der Ansatz und die Ansprache des Klanges ist wie bei allen Bügelhörnern sehr leicht und weich.

Wagnertuba in B

Durch die 4 Ventile lässt sich die Naturtonreihe des Grundtones B um 11 Stufen vertiefen, somit stehen folgende Naturtonreihen als Tonumfang zur Verfügung:

Naturtonreihe auf B1: Vom 1.–12. Naturton (13.–16. sehr schwer zu spielen).
Naturtonreihen von A1 abwärts bis Es1: Vom 1.–12. Naturton (Es1 = tiefster Ton).
Naturtonreihen von D abwärts bis H1: Vom 2.–12. Naturton.

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Ventil 1: Erniedrigung um einen Ganzton
Ventil 2: Erniedrigung um einen Halbton
Ventil 3: Erniedrigung um eine kleine Terz
Ventil 4: Erniedrigung um eine Quart

Bis B1 sind die Töne voll verwertbar (auch im ff). Tiefere werden, obwohl sie noch auf der B-Wagnertuba spielbar sind, von der F-Wagnertuba übernommen, wo sie auch im ff spielbar sind.

Wagnertuba in F

Durch die 4 Ventile lässt sich die Naturtonreihe des Grundtones F um 11 Stufen vertiefen, somit stehen folgende Naturtonreihen als Tonumfang zur Verfügung:

Naturtonreihe auf F1: Vom 1.–12. Naturton (13.–16. sehr schwer zu spielen).
Naturtonreihen von E1 abwärts bis Es1: Vom 1.–12. Naturton.
Naturtonreihen von D abwärts bis Ges1: Vom 2.–12. Naturton.

Die Wagnertuba ist ein sehr anspruchsvolles Instrument, da die Intonation schwieriger, der Ansatz labiler ist als beim Horn. Die Ansprache der Töne ist homogen und gleichmäßig, Das Hornmundstück macht die Töne dem Horn ähnlich, so dass eine gute Klangbalance zwischen beiden Instrumenten entsteht. Die weitere Bohrung macht den Ansatz weniger entschieden, schneidend, prägnant als beim Horn, die Töne sind aber freier zu blasen als beim Horn. Wagnertuben sind für feierliche, getragene, würdevolle und heroische Stimmungen geeignet, ihr Klang vermittelt zwischen den Hörnern und den tiefen Blechbläsern wie der Basstuba und den Posaunen.