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  • Six Studies II - Andante (Tuba)
  • Six Studies VI - Allegro (Tuba)
  • The Tuba Express
  • Tuba Rhapsody

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Basstuba - Tonerzeugung

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Der Ansatz der Bläserlippen ist insgesamt locker, nur im hohen Register sind die Lippen gespannt.

Bei allen konischen Instrumenten sprechen die Pedaltöne (1. Naturtöne) gut an, trotzdem erfordern sie auf der Tuba eine große Anstrengung des Spielers. Theoretisch stehen alle Pedaltöne (von F1– Ges2) zur Verfügung. Aber diese Möglichkeit wird bei den Tubas durch den enormen Luftverbrauch wieder gebremst: Je größer das Instrument, desto anstrengender ist das Spielen im Pedaltonbereich.

Um wie viele Stufen sich der erste Pedalton mittels der Ventile vertiefen lässt, hängt von der Weite der Mensur ab: bei enger mensurierten Tubas sind es 4 Halbtöne (bis zum Des1), bei weiter mensurierten 8 Halbtöne (bis zum A2). Tiefere Töne sind nicht mehr spielbar und werden erst ab dem 2. Naturton genutzt.

Die starke konische Bohrung der Tubas erlaubt ein Überblasen nur bis zum 8. Naturton, ausser bei eng mensurierten Tubas in F, wo mit einem entsprechend kleinen Mundstück auch der 9. und 10. Naturton erzeugt werden können.

Bei Tubas ist das Verhältnis zwischen Bohrung und Durchmesser der Stürze nicht feststehend. So kann z. B. eine Tuba mit enger Bohrung eine sehr weite Stürze haben und umgekehrt. Üblicherweise wird dieses Verhältnis durch einen Bruch mit dem Nenner 4 ausgedrückt, z.B.: Basstuba in F: 4/4 Weite oder 3/4 Weite. Es gibt Mensurweiten von 3/4 bis 7/4.

Grundsätzlich sprechen tiefe Instrumente schwerer – und zeitlich später – an als hohe. Die Luftsäule im Rohr erfordert als Masse einen längeren Zeitraum, bis sie anspricht. Dieser Verzögerung tragen Tubisten insofern Rechnung, als sie den Ton bewusst früher ansetzen – sie sind dem Dirigenten sozusagen um eine Nasenlänge voraus.

Eine weitere Schwierigkeit in der Praxis des Tubaspielens liegt darin, dass Tubisten in der hintersten Reihe des Orchesters platziert sind, in der Nähe von Stoffen und Oberflächen, die einen Teil des Klanges absorbieren. Auch die Nähe zu den Pauken lässt einen Teil der Obertöne des Tubaklanges verschwinden, da sie vom Paukenklang absorbiert werden.

Die Basstuba hat den gleichen Tonumfang wie die Kontrabasstuba, somit könnten alle geläufigen Partien auch auf der Basstuba ausgeführt werden. Die tiefsten Töne sind auf beiden Instrumenten gleich schwer zu blasen. Die Kontrabasstuba wird jedoch wegen der noch größeren Klangfülle und wegen des dunklen Charakters in dieser Lage bevorzugt eingesetzt.

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