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Celesta
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Celesta - Bauweise

Die Celesta sieht aus wie ein Harmonium, besteht also aus einem Gehäuse mit Tastatur und Pedal. Im Inneren befinden sich die Stahlplatten, die Resonatoren und die komplizierte Anschlagsmechanik.

Klangplatten

Primäre Tonerzeuger sind Klangplatten aus Stahl, welche auf Filz lagern und über hohlen Resonatoren aus Holz liegen. Die Stahlplatten werden mit filzbezogenen Hämmerchen angeschlagen. Die Hämmerchen sind über eine komplizierte Mechanik mit einer Klaviatur verbunden. Gespielt wird auf der Klaviatur – wie beim Klavier. Anders als beim Klavier sind bei der Celesta nicht alle Hämmerchen von gleicher Größe und gleicher Gewichtung: bei den tiefen Tönen erzeugen größere Hämmerchen, die mit einer dickeren Filzschicht bezogen sind, einen besonders weichen Klang. Dieser weiche Klang in der tiefen Lage gehört zu den Vorzügen der Celesta.

Resonatoren

Die Resonatoren, hohle Kästen aus Holz, sind unter den Stahlplatten angebracht (ein Resonator pro Stahlplatte) angebracht und präzise auf die jeweilige Grundtonhöhe abgestimmt. Ihre Aufgabe ist es, den Grundton und den Nachklang der jeweiligen Stahlplatte zu verstärken. Dies ist aus akustischen Gründen besonders wichtig, da Stahlplatten einen hohen Anteil an unharmonischen Teiltönen aufweisen. Der Resonator fördert den Grundton und unterdrückt die unharmonischen Teiltöne. Damit ist ein klarer Tonhöheneindruck gesichert.

Da die Resonatoren – besonders die der tieferen Töne – viel Platz beanspruchen, sind sie mit den dazugehörigen Stahlplatten in zwei Ebenen übereinander angeordnet. Um einen einheitlichen Klangeindruck zu gewährleisten, sind die Tonhöhen über den gesamten Tonumfang in die obere und untere Ebene verteilt (etwa einer oben, der nächst höhere unten usw.), nicht die tiefe Lage unten und die hohe Lage oben.

Pedal

Das Pedal funktioniert wie beim Klavier: ein Pedaldruck hebt die Dämpfung auf, die Töne klingen nach.

Unterschiede zwischen Celesta und Glockenspiel

Der wesentlichste Unterschied zum Klaviaturglockenspiel besteht darin, dass der Tonumfang der Celesta in der Tiefe größer ist (ältere Modelle c1–c5, neuere Modelle c–c5) und die tiefen Töne mehr Klangvolumen haben.

Akustisch sind die tieferen Töne nicht unproblematisch, weil mit der Größe der Metallplatten auch die unharmonischen Teiltöne zunehmen. Die Erweiterung des Tonumfanges in der tiefen Lage wird erst ermöglicht durch das Hinzubauen abgestimmter Resonanzkörper, die den Grundton der einzelnen Stahlplatte verstärken, die unharmonischen Teiltöne jedoch unterdrücken. Daraus folgt weiter, dass das Klanvolumen erhöht wird, weshalb man sich beim Anschlagmechanismus auf weiche Filzhämmerchen beschränken konnte. Dadurch wird der klangliche Effekt weicher und grundtöniger als beim Glockenspiel mit harten Schlägeln.