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Glockenspiel
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Glockenspiel - Bauweise

Stabglockenspiel

Die chromatisch gestimmten Klangstäbe sind in Klaviaturanordnung in einen flachen Holzkasten eingebaut, der auf einen verstellbaren Metallständer montiert oder einfach auf einen Tisch gestellt werden kann. Alle Klangstäbe haben dieselbe Breite und Dicke und unterscheiden sich bloß in der Länge. Die Klangstäbe können auf zwei unterschiedliche Arten fixiert sein:

1. Jeder Klangstab hat an einem Ende ein kreisrundes Loch, durch das ein Stift passt, am anderen Ende liegt er auf einer Filzleiste. Diese Bauweise ist nur beim Tischglockenspiel zu finden.

2. Die Stahlplatten sind – wie beim Xylophon – der Breite nach waagrecht durchbohrt, und zwar an ihren Knotenpunkten (ca. 22% von der Endkante entfernt) und reihenweise an einer Schnur aufgehängt, wobei die einzelnen Klangstäbe durch Isolierstifte voneinander getrennt sind. Auf diese Weise werden die Klangstäbe stabilisiert und können gleichzeitig frei schwingen. Diese Aufhängung hat akustische Gründe: Da die Berührungspunkte zwischen Klangstab und Leiste (oder die Durchbohrungspunkte) präzise an den Schwingungsknoten des Klangstabes angesetzt sind, wird das Abdämpfen von harmonischen Teiltönen verhindert, unharmonische werden abgedämpft. Durch die Präsenz der harmonischen Teiltöne wird der Klang reiner. Diese Bauweise ist nur beim Glockenspiel mit Dämpfung zu finden.

Das Glockenspiel hat keine zusätzlichen Resonatoren, der Holzkasten übernimmt die Funktion des Resonanzkörpers.

Klaviaturglockenspiel

Unter den Klangstäben befindet sich ein Anschlagmechanismus mit Metallhämmerchen, die von Klaviertasten bedient werden. Die Dämpfung erfolgt wie beim Klavier: durch Pedaldruck wird die Dämpfung aufgehoben. Diese Instrumente sind den Stabglockenspielen spieltechnisch überlegen, aber klanglich unterlegen. Deswegen sind Klaviaturglockenspiele heute eher selten zu finden.

In Lyra-Form

Die Klangstäbe sind nicht horizontal, sondern vertikal aufgereiht, der Rahmen hat die Form einer antiken Lyra. Diese tragbare Form des Glockenspiels wurde für marschierende Blasmusikkapellen entwickelt und war im 19. Jahrhundert in Deutschland verbreitet. Heute ist sie wieder weit verbreitet, vor allem auch in Amerika.