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  • Mirror Maze - Cymbals

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Becken
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Hängebecken - Kurzportrait

(Türkisches) Hängebecken
Englisch: suspended cymbal, cymbal
Französisch: cymbale suspendue
Italienisch: piatto sospeso

Chinesisches Becken
Englisch: chinese cymba
Französisch: cymbale chinoisel
Italienisch: piatto cinese

Die Becken werden auf zwei Arten gespielt: als Aufschlaginstrument (Hängebecken) und als Gegenschlaginstrument (a-due-Becken, Hi-hat-Maschine).

Die hier behandelten Hängebecken, das türkische und das chinesische Becken, sind aufgrund ihrer Herkunft, Geschichte, Bauweise und ihres Klangcharakters zwei unterschiedliche Instrumente.

Das türkische Becken hat seinen Ursprung im Nahen Osten. Im Zuge der Türkenkriege wurde es nach Europa gebracht, wo es im Opern- und Symphonieorchester seit dem 17./18. Jahrhundert verbreitet ist. Ursprünglich bestand seine Aufgabe nur darin, eine exotische Stimmung zu schaffen. Seit der Romantik spielt es eine bedeutende Rolle im Orchester. Mit seiner Klangkraft kann es das gesamte Orchester übertönen und wird mit Vorliebe eingesetzt, wenn es gilt, Spannung zu erzeugen und musikalische Höhepunkte zu unterstreichen.

Das türkische Becken wird auch in der Jazz- / Rock- / Pop-Musik verwendet, wo es für spezielle Effekte und Akzente (Splash- und Crash-Becken) oder als Rhythmusinstrument (Ride-Becken) eingesetzt wird.

Das chinesische Becken kommt aus dem fernen Osten. Ebenso wie das türkische Becken gelangte es im 17./18. Jahrhundert durch die Türkenkriege nach Europa, wird aber erst seit dem 19. Jahrhundert verwendet, zunächst in der Marschmusik (paarweise, gegeneinander geschlagen wie das Beckenpaar) und später einzeln auf einem Ständer aufgehängt für Spezialeffekte in der Jazz- / Rock- / Pop-Musik.

Seit dem 20. Jahrhundert kommt das chinesische Becken fallweise in der modernen Kammermusik und im Symphonieorchester zum Einsatz.

Die Bezeichnung Cymbel (bzw. Zymbel oder Zimbel), die ursprünglich auf alle beckenartigen Instrumente angewandt wurde, geht auf das Lateinische cymbalum bzw. griechisch kýmbalon zurück. Der Name „Becken“ verbreitete sich im 18. Jahrhundert, da die Form des Instrumentes an ein Becken erinnert.

Klassifikation
Schlaginstrument, Idiophon (Selbstklinger) mit unbestimmter Tonhöhe

Maße
Türkisches Becken ca. 6“–22“ (15–56 cm)
Chinesisches Becken ca. 8“–22“ (20–56 cm)

Dicke
1–2 mm

Gewicht
Türkisches Becken: ca. 100–2500 Gramm
Chinesisches Becken: ca. 100–2000 Gramm

Material
Türkisches Becken: Messingdraht, Messingblech, Neusilber, Neubronze, Bronzelegierungen
Chinesisches Becken: Messingdraht, Messingblech

Schlägel
Material: Garn, Schnur, Stoff, umwickelt, Gummi, Paukenfilz, Holz
Trommelstöcke, Triangelschlägel, Cello- oder Kontrabassbogen

Beckenständer mit Aufhängevorrichtung