AUDIO
  • Breath of Dawn After Storm (Piccolo)
  • Sonata in G für Piccoloflöte
  • Souvenir de Reveillon (Piccoloflöte)

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Piccoloflöte - Tonerzeugung

Anblasen

Die Tonerzeugung erfolgt nach denselben Prinzipien wie bei der Großen Flöte:

Der/die FlötistIn bläst durch das Mundloch (Anblasloch), wobei der auf die Kante treffende Luftstrahl periodisch nach außen und innen gelenkt wird. Dieser periodisch schwingende Luftstrahl (Luftblatt) ist der Tongenerator und regt die von Zylinderrohr der Flöte umschlossene Luftsäule zu periodischen Schwingungen an. Durch Grifflöcher und Klappen verkürzt der/die SpielerIn die schwingende Luftsäule im Inneren der Flöte, wodurch eine Tonerhöhung bewirkt wird. Der Klang wird am unteren offenen Ende und an den offenen Klappen abgestrahlt.

Die wichtigste Rolle spielen dabei die Lippen des/der FlötistIn. Der Ansatz gestaltet sich bei der Flöte sehr individuell: Form der Lippen, Stellung der Oberlippe zur Unterlippe, Anblaswinkel etc. sind entscheidende Faktoren für die Tongebung. Scharfes Anblasen ergibt einen höheren Ton als weiches Anblasen (dies ist charakteristisch für alle Flöten), der/die FlötistIn gleicht diese Unterschiede durch den Ansatz aus.

Spielen im Piano

PiccoloflötistInnen stehen beim Spiel im Piano einigen besonderen Schwierigkeiten gegenüber. Exzellente SpielerInnen sind daher an ihrer Fähigkeit, leise zu spielen, zu erkennen:

1. Luftstau (ähnlich wie bei den Doppelrohrblattinstrumenten): Da nur sehr wenig Luft in das Mundloch geblasen wird, atmet der Spieler nicht vollständig aus, was zu einem Rückstau in den Lungen führt. Daher „schnaufen“ PiccoloflötistInnen in Spielpausen oft mehr als ein Tubist (-:

2. Hohe Töne im Piano sind schwierig zu spielen, da der Luftstrom gerade bei diesen Tönen besonders stark und fokussiert sein muss. So sind fis4 und g4 im Piano schon sehr schwer zu erzeugen, bei noch höheren Tönen ist ein leises Spielen kaum möglich. Die höchsten Töne (h4 und c5) sind nur mehr im Fortissimo möglich.