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Plattenglocken
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Plattenglocken - Bauweise

Die oberste Kante der Platten hat an zwei Stellen Löcher, durch die die Halteseile gezogen sind, an denen die Platten aufgehängt werden. Die Löcher befinden sich an den Knotenpunkten der Platte, d. h. an jenen Stellen, an denen die schwingende Platte keine Schwingungen ausführt. Durch diese Aufhängungsart wird der Klang nicht beeinträchtigt (eine Durchbohrung der Platte an schwingenden Stellen würde den Klang beeinträchtigen).

Die rechteckigen Platten haben etwa folgende Größen: 30 x 25 cm die kleinste und 100 x 75 cm (Länge mal Breite) die größte. Eine Aluminiumplatte dieser Größe (mit dem Ton C) wiegt etwa 6 kg, eine Platte mit dem Ton c2 (ca 30 x 25 cm) wiegt ca. 1 kg. Die größten Platten wiegen, wenn sie aus Bronze sind, etwa 30 kg, die Tonhöhe ist C. Man kann sich vorstellen, welche Klangkraft von ihnen ausgehen kann.

Die einzelnen rechteckigen Platten aus Aluminiumlegierung, Bronze oder Stahl werden an einem Gestell aufgehängt. Es entspricht der Praxis, nur diejenigen Platten aufzuhängen, die für die Ausführung eines bestimmten Stückes gebraucht werden.

Ein Satz chromatisch gestimmter Platten kann aber auch zu einem Plattenglockenspiel zusammengefasst werden. So bilden 13 Platten eine Oktave, die auf einem halbkreisförmigen Gestell wie bei einem Klavier angeordnet werden (die weißen Tasten bilden die untere Reihe, die schwarzen die obere). Der Spieler steht sozusagen vor dem Plattenglockenspiel wie vor einem riesigen Mallet-Instrument. Um sich weite Wege zu ersparen, kann der Spieler von der chromatischen Anordnung abweichen und die Platten so anordnen, dass sie für die Ausführung eines bestimmten Stückes möglichst günstig liegen.

Die Verwendungsmöglichkeiten reichen von einer einzelnen Platte, die vom Spieler mit der Hand gehalten werden kann, bis zu Plattenglockensätzen, die von 1 ½ bis 3 Oktaven Umfang reichen.

Die Platten sind Schwingungserreger und Resonator in einem. Zur Verstärkung der tiefsten Teiltöne bestimmter Platten, die nur ein begrenztes Klangvolumen im tiefsten Bereich haben, können hinter der betreffenden Platte kastenförmige Resonanzkörper aufgestellt werden, eine Praxis, die früher üblich war. Heute hat sich die elektronische Verstärkung mittels Mikrophonen und Lautsprechern bewährt. Ihr Vorteil liegt nicht nur in der Verstärkung der tiefsten Teiltöne, vielmehr werden nunmehr feinste Klangeinstellungen und subtilste Spieltechniken hörbar.