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Viola - Tonerzeugung

Die Tonerzeugung erfolgt durch Streichen der Saite mit dem Bogen oder durch Zupfen (rechte Hand). Die Tonhöhenänderung durch Niederdrücken der Saite mit den Fingerspitzen der linken Hand. Dadurch wird der schwingende Teil der Saite verkürzt und der Ton erhöht.

Griffsystem

Saitenwechsel und Lagenwechsel

4 Saiten im Quintabstand stehen zur Verfügung: c (4.Saite), g (3.Saite), d1 (2.Saite), a1 (1.Saite).

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Die linke Hand nimmt während des Spielens verschiedene Positionen auf dem Griffbrett ein. Diese Positionen werden als Lagen bezeichnet.

Bei der 1. Lage befindet sich die Hand am obersten Rand des Griffbretts – vor dem Obersattel. Die Finger drücken noch keine Seiten nieder – diese Lage schließt die leeren Saiten mit ein.

Bei der 2. Lage befindet sich der Zeigefinger eine diatonische Stufe weiter zum Steg hin, d.h. einen Ganzton höher. Durch Verschieben um jeweils eine diatonische Stufe in Richtung Steg gelangt der/die SpielerIn in die nächsthöhere Lage. Die 8. Lage klingt eine Oktave höher als die erste.

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Tiefere Lagen sind wesentlich leichter zu spielen als höhere. Innerhalb einer Lage deckt jeder Spielfinger (der Zeigefinger ist der 1., der Mittelfinger der 2., der Ringfinger der 3. und der kleine Finger der 4. Finger) eine diatonische Stufe ab, das bedeutet, ein Skalenausschnitt von einer Quart ist ohne Lagenwechsel auf einer Saite spielbar. Chromatische Töne (Erniedrigungen oder Erhöhungen der jeweiligen diatonischen Stufe) werden von jenem Finger übernommen, der für die entsprechende diatonische Stufe zuständig ist.

Beispiel: der selbe Ton auf 2 Saiten gegriffen – Effekt der Klangverstärkung:

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Beispiele für Doppelgriffe:

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Die Viola unterscheidet sich weder griff- noch bogentechnisch von der Violine.
Es gelten jedoch einige Einschränkungen gegenüber der Violine:

  1. Aufgrund der größeren Mensur sind größere Griffabstände zu berücksichtigen.
  2. Wegen des größeren Resonanzkörpers können nicht so hohe Lagen wie auf der Violine erreicht werden. Auf den drei tiefsten Saiten (C-, G-, und D-Saite) wird in der Regel bis zur 5. Lage gespielt, auf der höchsten Saite (A-Saite) geht das Spiel bis in die 8. Lage (im Extremfall bis in die 11. Lage). Längeres Spiel in hohen Lagen ist deswegen schwierig, da es für die linke Hand relativ schwer ist, den Teil des Griffbrettes zu erreichen, der sich über dem Resonanzkörper befindet.
  3. Auf der Viola sind dieselben Doppel- und Mehrfachgriffe ausführbar wie auf der Violine, nur eine Quint tiefer, wie es ihrer Stimmung entspricht. Weitgespannte Doppelgriffe (bis zur Oktave) sollten vermieden werden. Quadrupelgriffe in hohen Positionen sind besonders schwierig und werden in der Orchesterliteratur nicht verlangt.