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Wofür werden die Produkte der Vienna Symphonic Library eingesetzt?

Die Produkte der Vienna Symphonic Library erlauben es Musikschaffenden, Orchesterwerke klanggetreu und authentisch am Computer umzusetzen. So können Werke nicht nur visuell als Notentext, sondern auch klanglich professionell ausgeführt werden, ohne dass hierfür die kostspielige Buchung eines Orchesters, Konzertsaals oder großen Aufnahmestudios notwendig ist. Die Vorlage des hörbaren Endresultats erleichtert die Kommunikation mit potenziellen Auftraggebern wie Produzenten, Regisseuren, Verlagen, Veranstaltern oder Intendanten und erhöht die Chancen auf eine Produktion, Aufführung oder Veröffentlichung neuer Werke. Darüber hinaus lassen sich Änderungen bezüglich Instrumentierung, Tempo, Länge oder Tonart rasch umsetzen und sogar Stücke, die bislang als „unspielbar“ gegolten haben, können dank der neuen Technologie umgesetzt werden.

Die internationale Kundenliste der Vienna Symphonic Library umfasst Musiker, Komponisten, Arrangeure und Studiobesitzer auf allen Kontinenten. Bekannte TV- und Filmmusikkomponisten wie Danny Elfman, A.R. Rahman, Alan Silvestri, Alexandre Desplat und viele andere verwenden die Produkte, um Demos (engl.: „mock-ups“) ihrer orchestralen Filmscores zu produzieren und kombinieren die virtuell-orchestralen Klänge in der Endmischung sogar mit den Live-Aufnahmen des echten Orchesters. Die Musik für TV-Serien wie CSI, The Mentalist, Dexter oder Werbespots wird heute fast ausschließlich am Computer produziert, da die immer knapper bemessenen Produktionsszeiten und Budgets keine Aufnahmen eines echten Orchesters erlauben. In diesen Fällen fungiert die auf Samples basierende Einspielung nicht mehr nur als „mock-up“, sondern stellt bereits die Endversion dar.

Nicht zuletzt setzen internationale Ausbildungs-Institutionen die Produkte der Vienna Symphonic Library u. a. in den Bereichen Komposition, Instrumentation, Orchestrierung oder Filmmusik ein.

Was ist ein virtuelles Instrument, was sind Sample Libraries?

Virtuelle Instrumente oder Software-Instrumente sind Anwenderprogramme, mit deren Hilfe Klänge am Computer erzeugt und abgespielt werden können. Sie arbeiten entweder eigenständig („stand-alone”) oder stehen als Plug-in in einer übergeordneten Sequenzer-Software (z. B. Cubase von Steinberg, GarageBand oder Logic von Apple, Pro Tools etc.) zur Verfügung. Ähnlich einer mehrspurigen Tonbandmaschine erlaubt die Sequenzer-Software die flexible Aufzeichnung, Bearbeitung, Wiedergabe und Speicherung von Musik am Computer.

Es können zwei Arten von virtuellen Instrumenten unterschieden werden: Software-Synthesizer generieren und modulieren Klänge mit Hilfe synthetischer Wellenformen, wohingegen Sample-basierende Systeme auf reale, von Musikern eingespielte Tonaufnahmen (sogenannte „Proben“; engl.: „Samples“) zurückgreifen.

Im Falle einer Orchester-Sample Library werden Einzeltöne und Phrasen in einer Vielzahl an Variationen hinsichtlich Ausdruck, Dynamik, Tempo und Artikulation jedes einzelnen Instruments, aber auch ganzer Instrumentengruppen des Orchesters aufgenommen. Die Aufnahmen werden im Studio nachbearbeitet und für den Einsatz in einer Sample Library oder in einem virtuellen Instrument aufbereitet.

Im Vergleich zu virtuellen Instrumenten sind reine Sample Libraries wie z. B. die frühere PRO EDITION oder die HORIZON SERIES der Vienna Symphonic Library auf eine Sample Player-Software angewiesen (z. B. GigaStudio, EXS24 von Apple Logic, Kontakt von Native Instruments, HALion von Steinberg), in die der User die Klangdaten erst importieren muss, um sie anschließend abspielen zu können. Die Vienna Symphonic Library hat den Vertrieb von Sample Libraries im September 2007 eingestellt und diese bereits seit 2006 schrittweise durch die bedienerfreundlicheren Vienna Instruments ersetzt.

Vienna Instruments® sind virtuelle Orchesterinstrumente, die auf Samples basieren und die Klangdaten tausender Aufnahmen durch intelligente Algorithmen in Echtzeit kombinieren und abspielen. Die automatische Erkennung vieler musikalischer Parameter wie Intervalle, Tonrepetitionen oder Tempo ermöglicht vielfältige Gestaltungsmöglichkeiten bei intuitiver Bedienung. Die Ergebnisse überzeugen durch einen Klangrealismus, der sie oft nicht mehr von einer echten Orchesteraufnahme unterscheiden lässt.