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HISTORIC WINDS II

Vienna Instruments Collection


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Klänge zwischen Neuzeit und Moderne

Diese Collection enthält instrumentale Raritäten, die sich nicht nur für die Vertonung entsprechender Filmstoffe eignen, sondern auch als Inspirationsquelle für völlig neue Klangfarben und Instrumentalkombinationen dienen. Die Collection enthält neun seltene Instrumente der Renaissance- und Barockzeit: Zink, fünf Krummhörner sowie drei Naturtrompeten.

Der Zink war ein äußerst beliebtes Instrument der Renaissance. Sein konischer Holzkorpus weist eine Länge von ca. 60 cm auf und ist mit Leder ummantelt. Anstelle von Ventilen gibt es wie bei der Blockflöte sechs Grifflöcher auf der Vorderseite sowie ein Daumenloch auf der Rückseite. Das becherförmige Mundstück ist in der Regel aus Horn, Elfenbein oder Knochen gefertigt. Der Zink ist ein äußerst bewegliches Instrument und deckt mit einem Tonumfang von fast drei Oktaven das Sopran- bzw. Sopranino-Register ab. Speziell in den oberen Lagen erinnert die Klangfarbe an eine Mischung aus weicher Trompete und weiblicher Singstimme, wobei die saubere Intonation sehr viel Übung erfordert. Berühmte Komponisten, die für den Zink schrieben, waren Giovanni Gabrieli und sein Schüler Heinrich Schütz, dessen sakrale Chorwerke üblicherweise von einer größeren Instrumentalgruppe begleitet wurden.

Das Krummhorn weist eine gebogene, dem Buchstaben „J“ nachempfundene Form auf und hatte seine Hochblüte in der Renaissance. Wie auch die Blockflöte weist die zylindrische Bohrung auf der Vorderseite sieben Grifflöcher und auf der Rückseite ein Daumenloch auf. Im Gegensatz zur Blockflöte erfolgt die Klangerzeugung jedoch mittels Doppelrohrblatt. Dieses ist auch für den „nasalen“ Klang verantwortlich, mit dem Musik des Renaissance-Zeitalters oftmals assoziiert wird. Im Barock geriet das Krummhorn aus der Mode, erlangte jedoch im 20. Jahrhundert durch die Folk- und Mittelalter-Bewegung wieder neue Popularität. Auch der Komponist Mauricio Kagel (1931–2008) verlangt in seiner „Musik für Renaissance-Instrumente“ (in memoriam Claudio Monteverdi) nach vier Krummhörnern. Da der Tonumfang des Krummhorns recht begrenzt ist, gibt es das Instrument in verschiedenen Größen. Historic Winds II enthält Aufnahmen von fünf Krummhörnern, die jeweils das Sopran-, Alt-, Tenor-, Bass- und Kontrabassregister abdecken.

Naturtrompeten wurden ursprünglich im Militär zur Signalgebung eingesetzt und erlebten im Barock ihre Hochblüte, als Komponisten wie Bach, Händel, Vivaldi oder Telemann entsprechende Werke für das Instrument komponierten. Ihre Verwendung reicht bis in die Klassik und sogar Romantik, in der sie durch die zunehmend chromatische Literatur von Ventiltrompeten verdrängt wurden. Die Naturtrompete hat keine Ventile und ist ca. doppelt so lang wie die moderne Ventiltrompete. Es können nur Töne der Naturtonreihe (vom 3. bis 16. Teilton) entsprechend der Grundstimmung erzeugt werden. Das Ansprechen und insbesondere das Ausgleichen der „unreinen“ Töne (des 7., 11., 13. und 14. Teiltons) erfolgt alleine durch den unterschiedlichen Anblasdruck und erfordert hohes Können. Das Spielen im obersten Register wird auch als „Clarinblasen“ bezeichnet. Die barocke Literatur verlangt meist nach Trompeten in B, C oder D. Die Instrumente in diesen drei Stimmungen haben wir auch aufgenommen, um Ihnen größtmögliche tonale Flexibilität zu ermöglichen.

Standard Library
Anzahl Samples 20.250
Dateigröße des Downloads 5,0 GB
Installierte Dateigröße 8,5 GB