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Die Wiederbelebung vergessener Meisterwerke

Vergessene Werke Hans Gáls wurden von seinem in London lebenden Enkel, dem Cellisten Simon Fox, zu neuem Leben erweckt.

Der Komponist Hans Gál wurde 1890 in der Nähe Wiens geboren. Nach ansehnlichem Erfolg in den 20er Jahren wurde er 1929 Direktor des Mainzer Konservatoriums. Die Nazi-Machtübernahme im Jahr 1933 führte zur sofortigen Entlassung und zum Verbot seiner Werke. Er ging nach Wien zurück, wurde aber 1938 durch den Anschluss Österreichs wieder gezwungen, das Land zu verlassen. Er emigrierte nach England und ließ sich in Edinburgh nieder, wo er bis zu seinem Tod im Jahr 1987 aktiv war.

Simon Fox

"Wir haben einige professionelle und Amateur-Aufnahmen der Werke Hans Gáls auf Tonband. Will man aber die Werke einem interessierten Künstler zur Beurteilung präsentieren, bietet uns die Vienna Symphonic Library ganz neue Möglichkeiten, ein anderes, gewissermaßen „direkteres“ Hörerlebnis zu schaffen – in Form einer wohlüberlegten und sorgfältig ausgeführten Aufnahme. Obwohl es kein reales Orchester ist, wird das Wesen der Musik vermittelt. Zeit und unsere Fantasie sind die einzigen Beschränkungen, um Vollkommenheit bis ins kleinste musikalische Detail zu erreichen. Natürlich ist es nicht unsere Intention, die Live-Performance zu ersetzen, sondern sie zu inspirieren."

Simon Fox März 2004


Simon Fox-Gál wuchs als Enkel des berühmten Komponisten Hans Gál in einer musikalischen Familie auf und begann schon im Alter von 5 Jahren Cello und mit 8 Jahren Klavier zu spielen. Nach einer sechsjährigen Ausbildung zum Tonmeister an der Hochschule für Musik in Detmold, Deutschland, lebt er in London und arbeitet für die Schweizer Plattenlabels Pan Classics und Classic Sound.

Derzeit arbeitet er für die in Europa anerkannte Firma Musica Numeris und als freier Musikproduzent und Editor für einige Labels in England. Seine letzten Arbeiten waren Mahlers 2. Symphonie für Warner Classics mit dem Orchestre de La Monnaie (Brüssel), eine Strauß-Compilation mit dem Wiener Streichsextett und Boccherini-Quintette für EMI/Virgin mit Fabio Bondi’s Europa Galante.

Simon produzierte für die Labels EMI/Virgin Classics, Erato, Warner, NMC, Sony Music, Pan Classics, CampanellaMusica, Mirare, Hungaroton, Ambroisie, Avie, Cypres, Naxosand BMG/RCA. Für Decca/Universal zeichnet er für eine Vielzahl an Aufnahmen als Tonmeister verantwortlich.

Eine neue Aufgabe übernahm Simon 2004 durch seinen Vertrag mit dem Jüdischen Museum in Wien für eine Ausstellung über Hans Gál und Egon Wellesz, für das er Audio Tracks von Exzerpten orchestraler Arbeiten produzierte, die noch niemals zuvor aufgenommen wurden. Diese Arbeit wurde nur durch seine Entdeckung der Vienna Symphonic Library möglich. In Zusammenarbeit mit seiner Frau Katalin Kertész gründete Simon nun Creative Symphonic Arts mit der Zielsetzung, noch niemals produzierte und unbekannte Werke für Komponisten und Produzenten wieder aufzuarbeiten. Es war wichtig eine Methode zu entwickeln, die nicht einfach nur Noten wiedergibt, sondern das Erlebnis einer echten musikalischen Live-Performance überzeugend vermitteln kann. Mit den Samples der Vienna Symphonic Library und der von seiner Frau gespielten Violine wurde dieses Ziel erreicht.

 

Simon Fox

Simon Fox