Vienna Video Pro Plugin

Abgesehen von seinen weitreichenden Funktionen zur Audioverarbeitung beinhaltet Vienna Ensemble Pro 8V auch unser neues Vienna Video Pro Plugin, mit dem sie Videoprojektkanäle anlegen und zum Synchronisieren von Musik und Film verwenden können. Vienna Video Pro erweitert Ihr Setup mit flüssigem GPU-beschelunigtem Video-Streaming im Netzwerk, einschließlich Timelines, Markern und flexiblen Synchronisationsmöglichkeiten. Ob Sie auf einem Einzelsystem oder im Rahmen komplexer Studioanlagen mit mehreren Computern arbeiten, Vienna Ensemble Pro 8V hält Ihren gesamten kreativen Workflow perfekt im Takt. Hier ein Abriss der Spezifikationen:

  • Streamen von Video- und Audio-Playback direkt durch Vienna Ensemble Pro 8V (auch von entfernten Geräten) zur Entlastung der CPU Ihres DAW-Computers

  • Flüssige, GPU-beschleunigte Performance mit in Echtzeit generierten Thumbnails und Audio-Wellendarstellungen.

  • Unterstützt multiple Timelines, jede mit eigener Framerate.

  • Direktes Hinzufügen von Streamern und Markern in der Timeline sorgt für präzise Scoring Cues. Import von Markern aus Cubase (Ziehen der .xml-Datei auf die Timeline).

  • Synchronisieren mit der Hostanwendung oder unabhängiges Abspielen mit freiem Rendering.

  • Bequemer Video-Export – multiple Auflösungen und Bitraten, H264-Container, mp4. Während des Exports kann weitergearbeitet werden.

  • Laden/Speichern vollständiger Videoprojekte mit Video Pro.

  • Sehr geringe CPU-Last – die anspruchsvollen Verarbeitungsschritte werden auf der GPU ausgeführt.

  • Option zur Verzögerung des Audio-Playbacks des Videos zur perfekten Synchronisation mit dem Bild.

  • Timeline: Unterstützt Timecode-Offset einschließlich negativer Werte zur vollen Kompatibilität mit Cubase und anderen DAWs.

  • Unterstützt Blackmagic Design.

  • MMC/MTC-Unterstützung.

  • Unterstützt nahezu gebräuchlichen Videoformate.

Das Videokanalfenster öffnet sich außerhalb des VE Pro-Hauptfensters:

Videoprojekte

In der oberen Menüleiste können Sie ein neues Videoprojekt (.vpro) anlegen, öffnen oder speichern. Hier befinden sich auch die Rückgängig- und Wiederherstellen-Buttons.

Das Feld unter der Menüleiste zeigt Informationen abhängig von Ihrer Auswahl in der zweiten, unteren Buttonreihe. Hier können Sie zwischen Timelines, Media, Settings, Exports, und Shortcuts wechseln.

Timelines

Das Timeline-Fenster zeigt eine Liste der bestehenden Timelines des Videos mit seinen Regionen (Videodateien oder Teile davon) und Events (Marker und Streamer). Klicken Sie auf eine Timeline, um deren Inhalt anzuzeigen, und auf einen Eintrag, um diesen in der aktiven Timeline selbst anzuwählen.

Timeline-Einträge zeigen die Framerate und den Offset der Timeline. Event-Einträge in einer Timeline zeigen ihren Startpunkt und bei Videos und Markern auch den Endpunkt.

  • Ein Doppelklick auf ein Element in der Timeline-List bei deaktivierter Host-Synchronisation setzt die Abspielposition an den Beginn des Elements. Einfaches Klicken auf ein Element wählt es in der Timeline aus. Zwischen den Elementen kann man rasch mit den Aufwärts- und Abwärts-Pfeiltasten navigieren.

  • Das kleine Icon in der unteren rechten Ecke eines Timeline-Eintrags zeigt bzw. verbirgt deren Einträge.

  • Klicken auf “–” auf der rechten Seite einer Region oder eines Events entfernt diese/s aus der Timeline.

  • Eine neue Timeline wird durch Klick auf “+” in der unteren rechten Ecke des Timeline-Fensters angelegt.

Media

Das Media-Fenster zeigt eine Liste der Videoclips des Projekts mit Informationen über Auflösung, Dauer und Framerate.

Ein Klick auf “–” auf der rechten Seite eines Medieneintrags entfernt es aus der Timeline. Ist ein Medium in der Timeline in Verwendung ist, werden Se gefragt, ob Sie es wirklich entfernen wollen.

Settings

Das Einstellungen-Fenster hat zwei Tabs: General settings und Devices.

General:

  • Default streamer length: Wählen Sie einen Wert von 1 bis 5 Sekunden.

  • Default marker length: Wählen Sie einen Wert von 1 bis 5 Sekunden.

  • Decoding mode: Kann auf Hardware (Standard) oder Software gesetzt werden. Damit die Änderung wirksam wird, muss das Videofenster geschlossen und wieder geöffnet werden.

  • Mute audio from Video Pro plug-in in DAW exports: Ist dieses Kästchen angewählt, werden die Audiospuren des Video Pro Plugins nicht einbezogen, wenn Sie in Ihrer DAW bzw. dem Hostprogramm Audio rendern. Starten Sie das Hostprogramm neu, damit Änderungen wirksam werden.

  • Always keep Popout Window on Top: Wenn aktiviert, bleibt das Fenster des Videoplayers immer sichtbar. Auch hier müssen Sie, wenn das Popout-Fenster offen ist, es schließen und wieder öffnen, damit die Einstellung wirksam wid.

Devices:

  • MMC Output: Legt einen Ausgang für MIDI Machine Control fest (Transportinformationen werden an die DAW gesendet).

  • MTC Input: Bestimmt einen Eingang für MIDI Time Control (Timecode wird von der DAW empfangen).

  • Connected Blackmagic devices: Zeigt eine Liste von Geräten, die auf Blackmagic-Technology basieren.

Grundlagen des Synchronisations-Setups

Damit Leertaste und Synchronisation mit Ihrer DAW vom Video Pro Plugin aus funktionieren, müssen Sie virtuelle MIDI-Ports verwenden, um die Kommunikation zwischen der DAW und dem Video Plugin einzurichten.

Mac-Grundlagen

Mac benützt den IAC Bus als eingebauten MIDI-Port, den Sie in der App Audio MIDI Setup finden.
IAC steht für Inter Application Communication.

  1. Starten Sie Audio MIDI Setup > go to Window > Show MIDI Studio.

  2. Im MIDI Studio wählen Sie IAC Driver aus und legen Sie den Devicenamen fest.

  3. Kreuzen Sie "Device is online" und klicken Sie den "+"-Button, um das Gerät der Portliste hinzuzufügen.

Windows-Grundlagen

Windows hat keine eingebaute Funktion zum Anlegen virtueller MIDI-Ports, aber Sie können die freie Software LoopMIDI (hier) oder LoopBE1 (hier) verwenden.

LoopMIDI

  1. Starten Sie das LoopMIDI-Programm.

  2. Legen Sie im unteren Feld den Portnamen fest.

  3. Klicken Sie den "+"-Button, um den Port zur Liste hinzuzufügen.

LoopBE1

  1. LoopBE1 legt automatisch den Port LoopBE Internal MIDI an, der im Windows System Tray aktiviert/deaktiviert werden kann.

Sobald Sie Ihre virtuellen MIDI-Ports auf Mac oder Windows angelegt haben, können Sie die Settings im Video Pro Plugin aufrufen und den neuen MIDI-Port nach Bedarf zuweisen.

Video Pro Plug-in Settings

Im Folgenden finden Sie noch Kapitel zur Synchronisation mit spezifischen DAWs.

Logic Pro

Stellen Sie sicher, dass in den Project Settings von Logic Pro unter Synchronization / MIDI, der Eintrag "Listen to MIDI Machine Control (MMC) Input" aktiviert ist.

Wählen Sie einen IAC Driver Bus als Destination, und activate MTC (MIDI Time Control).

WICHTIG: Da dies PROJECT SETTINGS sind, müssen die Einstellungen bei jedem Projekt vorgenommen werden, in dem Sie MIDI-Synchronisation mit Video Pro nützen wollen.
Natürlich können Sie die Einstellungen auch in Ihrer Startvorlage integrieren.

Cubase/Nuendo

Wählen Sie in Cubase under Transport den Punkt Project Synchronization Setup.

Stellen Sie im Project Synchronisation Setup von Cubase unter Destinations sicher, dass Ihr MIDI-Port beim Punkt MIDI Timecode Destinations aktiviert ist.

Wählen Sie als nächstes Gerätesteuerung und aktivieren Sie MMC-Slave Aktiv (Machine-Control-Eingang) und setzen Sie den MIDI-Eingang auf Ihren MIDI-Port.

WICHTIG: Da dies PROJECT SETTINGS sind, müssen die Einstellungen bei jedem Projekt vorgenommen werden, in dem Sie MIDI-Synchronisation mit Video Pro nützen wollen.

Natürlich können Sie die Einstellungen auch in Ihrer Startvorlage integrieren.

Pro Tools

Wählen Sie im Setup von Pro Tools Peripherals. Im Tab Synchronization können Sie Ihren MIDI-Port als MTC Generator Port auswählen.

Wählen Sie daraufhin den Tab Machine Control und aktivieren Sie MIDI Machine Control Remote.

Um das Generieren von MTC zu starten, klicken Sie den MTC-Button, der daraufhin blau wird. Ist er nicht sichtbar, rechts-klicken sie die Menüleiste und stellen Sie sicher, das Synchronization sichtbar ist.

Studio One

In Studio One wählen Sie Preferences und gehen Sie zum Tab External Devices. Klicken Sie den Add-Button.

Ein neues Fenster öffnet sich. Wählen Sie New Control Surface und setzen Sie Send To auf Ihren MIDI-Port. Mit dem untersten Eintrag aktivieren Sie Send MIDI Timecode.

Um MMC zu aktivieren, kehren Sie zurück zu Preferences und wählen Sie den Tab Advanced. Unter Synchronization aktivieren Sie Sync to External Devices und setzen Sie Ihren MIDI-Port als MIDI Machine Control.

Export

Ist Ihr Video für den Export bereit, so finden Sie hier die nötigen Mittel und Optionen.

  • Output: Geben Sie einen Dateinamen an oder wählen Sie eine bestehende Datei, indem Sie auf den „Browse“-Button rechts vom Namensfeld klicken.

  • Start / End: Legt die Start- und Endzeiten der zu rendernden Sequenz fest.

  • Auto set setzt die Start- und Endzeiten auf die Länge des beinhalteten Materials.

  • Size: Stellen Sie die Auflösung des Videos bis zu C4K ein.

  • Quality: Die Rendering-Qualität kann in vier Stufen eingestellt werden – niedrig, mittel, hoch, und sehr hoch.

Die Timeline-Anzeige

Die Timeline-Anzeige zeigt die Details der ausgewählten Timeline mit Regionen, Streamern, und Markern.

  1. Streamer und Marker werden durch Klicken auf das jeweilige "+"-Zeichen hinzugefügt.

  2. Aktivieren/deaktivieren sie die Checkboxen zum Verfolgen der aktuellen Player-Position und zum Ausrichten von Elementen an Grenzpositionen.

  3. Zoom- und Audio-Optionen:
    Klicken Sie auf das Wellenform-Icon, um Audiospuren vertikal zu zoomen.
    Mit dem Doppelpfeil wird der horizontale Zoom der Timeline eingestellt. Klicken, um alle Regionen einzupassen.
    Ein Klick auf das "-"-Zeichen entfernt die ausgewählte Audiospur, "+" fügt eine neue hinzu.

  4. Der Infobereich zeigt die Parameter des ausgewählten Elements:

  • Medien-Information (Video- und Audiodateien) beinhaltet deren Namen, Auflösung, Offset der Quelle, Eingangs- und Ausgangpunkte, sowie den Status "locked/unlocked" der Region.

  • Streamer-Informationen sind Name, Hit Point, und Dauer. Die Dauer eines Streamers kann mit einer von 6 Längen zwischen 1 und 5 Sekunden festegelegt werden. Darüber hinaus können Sie Farben für den Streamer selbst und den Hit Point wählen.

  • Die Marker-Information zeigt den Namen des Markers Name sowie seine In- und Out-Points. Zum Ändern von Marker- und Textfarbe klicken Sie auf den entsprechenden Farbpunkt.

  1. Das Player-Feld enthält die Steuerung für die darüberliegende Vido-Anzeige.
    Der Link-Button schaltet die Host-Synchronisation an bzw. aus.
    Die vier Videotasten sind Zurück zum Start (Pos1-Taste), Rewind (Pfeil links), Fast Forward (Pfeil rechts), und Play (Leertaste).
    Die Zeitanzeige gibt die aktuelle Position in der Timeline an.
    Das Audio Delay kann in Millisekunden durch Ziehen mit der Maus oder Doppelklick zur Eingabe eines Wertes eingestellt werden.

  2. Für jede Audiospur gibt es ein eigenes Audio-Feld.
    Mit dem Fader kann die Gesamtlautstärke der Spur eingestellt werden.
    Der "M"-Button schaltet die Spur stumm.
    Durch Klicken auf den Routing-Button können Sie für die Audiospur einen Bus definieren.
    Auf der rechten Seite des Feldes befindet sich auch eine Lautstärkeanzeige.